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Strafrecht | 18.09.2017

Geldstrafe

Sterbenden Rentner in Bank ignoriert: Kunden wegen unterlassener Hilfe­leistung zu Geldstrafen verurteilt

Richter wirft Angeklagten Gleich­gültig­keit vor

Ein hilfloser Rentner liegt vor einem Geld­automaten in einer Essener Bank. Kunden ignorieren ihn, später stirbt der Mann. Nun müssen drei Angeklagte eine Geldstrafe wegen unterlassener Hilfe­leistung zahlen. Der Richter wirft ihnen Gleich­gültig­keit vor.

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Gericht verurteilt zwei Männer und eine Frau zu Geldstrafen

Sie hatten einen zusammen­gebrochenen 83-Jährigen im Vorraum einer Bank ignoriert: Wegen unterlassener Hilfe­leistung sind in Essen zwei Männer und eine Frau zu Geldstrafen verurteilt worden. Der Rentner sei ihnen einfach gleichgültig gewesen, sagte der Amtsrichter bei der Urteils­begründung. Die drei Bankkunden hätten billigend in Kauf genommen, dass da jemand liege, der Hilfe benötige. „Keiner wollte Hilfe leisten.“

Angeklagte halten 83-Jährigen für schlafenden Obdachlosen

In dem Prozess vor dem Amtsgericht Essen-Borbeck hatten die Verteidiger der 39 Jahre alten Frau sowie der 55 und 61 Jahre alten Männer Frei­sprüche gefordert. Alle drei sagten aus, den mitten im Raum liegenden 83-Jährigen für einen schlafenden Obdachlosen gehalten zu haben. Sie bedauerten ihr Verhalten. „Es tut mir wirklich sehr, sehr leid“, sagte der 61-Jährige.

Gericht verhängt Geldstrafen zwischen 2.400 und 3.600 Euro

Ein Polizei­beamter, der mit einer Kollegin zu der Bank gerufen worden war, schilderte dagegen: „Für uns war klar, dass es sich nicht um einen Obdachlosen handelt.“ Das Gericht verurteilte die Frau zu einer Geldstrafe in Höhe von 3.600 Euro (90 Tagessätze). Der 61-Jährige muss 2.800 Euro zahlen, der 55-Jährige 2.400 Euro (je 80 Tagessätze). Zwei Anwälte kündigten nach dem Prozess Berufung an.

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Schnelleres Eingreifen des Notarztes hätte nicht zwingend zum Überlebendes Mannes beigetragen

Über­wachungs­kameras hatten den Vorfall am 3. Oktober 2016 dokumentiert. Auf den Videos ist zu sehen, dass sich insgesamt vier Bankkunden nicht um den zuvor schwer gestürzten Mann kümmerten. Erst ein fünfter rief die Polizei. Der Rentner kam nicht mehr zu Bewusstsein und starb eine Woche später im Krankenhaus. Ein Rechts­mediziner sagte in dem Prozess als Gutachter, dass ein schnelleres Eingreifen eines Notarztes nicht zwingend zum Überleben des Mannes beigetragen hätte.

Angeklagte rechtfertigen eigenes Verhalten mit früheren schlechten Erfahrungen

Die Angeklagte sagte, sie sei schon öfter von Obdachlosen belästigt worden. Ihr Verhalten beschrieb sie so: „Ich gehe einfach nur rein, mache meine Erledigungen und gehe wieder.“ Der 61-Jährige betonte, er habe früher schon einmal jemanden angesprochen und sei dann beschimpft worden.

83-Jährige erlitt Schädel-Hirn-Trauma

Der 83-Jährige war aus medizinisch ungeklärten Gründen innerhalb weniger Minuten drei Mal umgekippt und mit dem Kopf aufgeschlagen. Dabei erlitt er ein Schädel-Hirn-Trauma, das nach Angaben des Rechts­mediziners am Ende zu seinem Tod führte. Als die Polizei eintraf, konnte der Mann noch seinen Namen nennen.

Zunächst standen nur drei der vier beschuldigten Bankkunden vor Gericht. Das Verfahren gegen den vierten Angeklagten wurde wegen dessen Gesundheits­zustandes abgetrennt.

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Quelle: dpa/DAWR/kg
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