wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Steuerrecht | 14.11.2019

Erbschafts­steuer­erklärung

Steuer­beratungs­kosten für Berichtigung einer Steuer­erklärung absetzbar

Gezahlte Steuer­beratungs­kosten für Erstellung berichtigter Steuer­erklärungen stellen Nach­lass­verbindlichkeiten dar

(Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 15.05.2019, Az. 7 K 2712/18)

Der Vater hat Steuern hinterzogen? Erben können seine Steuer­erklärungen berichtigen lassen. Wird dafür ein Steuer­berater beauftragt, sind laut einem Urteil die Kosten steuerlich zu berücksichtigen.

Werbung

Müssen Erben für einen Verstorbenen Steuer­erklärungen berichtigen lassen, können sie die Kosten für den Steuer­berater bei der Erbschaft­steuer absetzen. Das gilt auch dann, wenn der Erbe den Steuer­berater beauftragt, entschied das Finanz­gericht Baden-Württemberg (Finanzgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 15.05.2019, Az. 7 K 2712/18). „Bei diesen Kosten handelt es sich um Nach­lass­verbindlichkeiten, die bei der Berechnung der Erbschaft­steuer steuer­mindernd berücksichtigt werden müssen“, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

Die Einkommensteuererklärungen 2002 bis 2012 mussten berichtigt werden

Im konkreten Fall hatte ein Mann in der Schweiz Kapital­erträge erzielt, die er in seinen Einkommen­steuerer­klärungen der Jahre 2002 bis 2012 verschwieg. Die Tochter des inzwischen Verstorbenen ließ die Einkommen­steuerer­klärungen berichtigen. Die dabei entstandenen Steuer­beratungs­kosten in Höhe von 9856 Euro machte sie als Nachlass­verbindlichkeit in ihrer Erbschaft­steuer­erklärung geltend.

Erbin erfüllt Verpflichtung des Verstorbenen

Das Finanzamt erkannte die Ausgaben jedoch nicht an. Dagegen klagte die Tochter vor dem Finanz­gericht - mit Erfolg. Die kompletten Steuer­berater­kosten wurden anerkannt. Die Argumentation der Richter: Mit den Nach­erklärungen erfüllte die Frau eine bestehende Verpflichtung des Verstorbenen.

Wer den Steuer­berater beauftrage, spiele dabei keine Rolle. Voraussetzung sei lediglich, dass der Verstorbene ursprünglich zur Abgabe vollständiger und richtiger Steuer­erklärungen verpflichtet war. Einem Abzug steht ebenfalls nicht entgegen, dass die Erbin die Erklärungs­pflichten auch ohne Steuer­berater hätte erfüllen können, so das Finanz­gericht.

In der Erbschaftsteuererklärung auf Urteil berufen

Erben können die Steuer­beratungs­kosten für die Nach­erklärung daher nach Ansicht des Bunds der Steuer­zahler in ihrer Erbschaft­steuer­erklärung absetzen, auch wenn die Entscheidung noch nicht rechts­kräftig ist. Das Finanzamt hat beim Bundes­finanz­hof Revision eingelegt, die dort unter dem Akten­zeichen II R 30/19 anhängig ist.

„Erkennt das Finanzamt die Ausgaben nicht an, kann gegen den Steuer­bescheid Einspruch eingelegt werden“, so Klocke. Zur Begründung sollte sich der Erbe auf das laufende Gerichts­verfahren berufen und zugleich das Ruhen seines Falls verlangen. So bleibt der eigene Steuerfall bis zu einem Urteil des Bundes­finanz­hofs offen.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 3 (max. 5)  -  1 Abstimmungsergebnis Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#6982

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d6982
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!