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Familienrecht und Steuerrecht | 26.11.2020

Trennung

Steuer­entlastung für Allein­erziehende gilt auch im Trennungs­jahr

Entlastungs­betrag für die Jahre 2020 und 2021 auf 4.008 Euro aufgestockt

(Finanzgericht Niedersachsen, Urteil vom 18.02.2020, Az. 13 K 182/19)

Trennen sich verheiratete Eltern, steht dem Allein­erziehenden eine Steuer­entlastung zu. Dies gilt einem Urteil zufolge auch schon für das Trennungs­jahr, sofern die Eltern die Einzel­veranlagung wählen.

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Allein­erziehende schultern oft größere Belastungen, daher gibt es im Steuerrecht einen Entlastungs­betrag für sie. Dieser wird über die Steuer­klasse II oder die Steuer­erklärung berücksichtigt. „Das kann auch schon ab Trennung der Eltern gelten“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler mit Blick auf ein Urteil des Niedersächsischen Finanz­gerichts (Az.: 13 K 182/19).

Entlastungsbetrag im Trennungsjahr bei Wahl der Einzelveranlagung

In dem Streitfall hatte ein alleiner­ziehender Vater geklagt. Seine Ehefrau und Mutter der gemeinsamen Töchter war Ende April 2017 aus der ehelichen Wohnung ausgezogen. Die Eltern entschieden sich im Jahr der Trennung für die Einzel­veranlagung bei der Einkommen­steuer.

Entlastungsbetrag soll Mehrkosten kompensieren

Der Kläger machte für den Zeitraum von Mai bis Dezember 2017 den Entlastungs­betrag für Allein­erziehende geltend, was das Finanzamt nicht akzeptierte. Der Vater argumentierte, dass nicht verheiratete Eltern den Entlastungs­betrag schon ab Auszug des anderen Elternteils beanspruchen können - und Verheiratete dürften keinen Nachteil haben.

FG gab dem Vater dann Recht

Der Entlastungs­betrag für Allein­erziehende solle die Mehrkosten der alleinigen Haushalts­führung teilweise kompensieren. Wenn ein Elternteil allein und ohne Partner mit dem Kind wohnt, fallen diese Mehrkosten an und der Entlastungs­betrag steht dem Allein­erziehenden zu, entschied das Gericht - voraus­gesetzt, es wird aufs Ehegatten­splitting verzichtet.

Bei Einzelveranlagung Entlastungsbetrag ab dem Monat nach Trennung geltend machen

Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig, denn das Finanzamt hat Revision beim Bundes­finanz­hof eingelegt (Az.: III R 17/20). Betroffene Eltern, die in ihrem Trennungs­jahr nicht mehr das Ehegatten­splitting nutzen wollen und stattdessen die Einzel­veranlagung wählen, sollten den Entlastungs­betrag in der Steuer­erklärung aber ab dem Monat nach Trennung geltend machen.

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Einspruch gegen Steuerbescheid prüfen

„Das lohnt sich aktuell besonders, denn wegen der Corona-Krise wurde der Betrag auf 4008 Euro mehr als verdoppelt“, rechnet Klocke vor. Lehnt das Finanzamt das ab, kann Einspruch gegen den Steuer­bescheid eingelegt und zugleich das Ruhen des Verfahrens beantragt werden. Zur Begründung sollte dabei auf das Revisions­verfahren verwiesen werden.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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