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Steuerrecht | 27.01.2020

Angehörigen­darlehen

Steuerlicher Nachteile vermeiden: Bei Angehörigen­darlehen Zinssatz vereinbaren

FG Hamburg zweifelt an Verfassungs­mäßigkeit des Zinssatzes von 5,5 Prozent

Greifen Verwandte einem Betriebs­inhaber mit einem Darlehen unter die Arme, sollten sie einen kleinen Zinssatz vereinbaren. Sonst geht das Finanzamt unter Umständen von einem höheren Wert aus.

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Betriebs­inhaber, die von einem Angehörigen ein un­verzinsliches Darlehen erhalten haben, das länger als ein Jahr läuft, sollten einen kleinen Zinssatz vereinbaren. „Das geht nach einem Urteil des Bundes­finanz­hofs auch nachträglich“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler. Der Vorteil: Das Finanzamt muss dann prinzipiell den kleinen Zinssatz akzeptieren, ansonsten rechnet die Behörde mit 5,5 Prozent Zinsen ab.

Darlehen ohne Zinsen: Abzinsung mit 5,5 Prozent

Denn bilanzierende Unternehmen wie eine GmbH haben Wirtschafts­güter, die in ihrer Bilanz ausgewiesen sind, zu bewerten. Das gilt auch für Darlehens­verbindlichkeiten. Wurde kein Zinssatz vereinbart und läuft das Darlehen noch mehr als zwölf Monate, erfolgt per Gesetz eine Abzinsung mit 5,5 Prozent.

FG äußert Zweifel an Verfassungsmäßigkeit der gesetzlichen Regelung

Gegen­wärtig ist unklar, ob dieser hohe Zinssatz noch verfassungs­gemäß ist. So hat das Finanz­gericht Hamburg in einem Beschluss erhebliche Bedenken an der Verfassungs­mäßigkeit der gesetzlichen Regelung zur Abzinsung von Verbindlichkeiten geäußert (Beschluss vom 31.01.2019, Az.: 2 V 112/18).

Steuerbescheid mit Einspruch offen halten

Der Bund der Steuer­zahler empfiehlt daher, den Steuer­bescheid mit einem Einspruch offen zu halten, wenn die Verbindlich­keit mit 5,5 Prozent abgezinst wird. Und wer erst gar nicht in die 5,5-Prozent-Verzinsung rutschen möchte, sollte für das unverzinsliche Darlehen am besten direkt einen Zinssatz vereinbaren, rät Isabel Klocke. Dabei genügt es, eine gering­fügige Verzinsung von knapp über 0 Prozent mit dem Angehörigen abzumachen.

Zinsabrede vor dem Bilanzstichtag

Die Zinsabrede sollte vor dem Bilanz­stichtag getroffen werden, beginnen kann die Verzinsung aber später, so der Bundes­finanz­hof (Urteil vom 18.09.2018, Az.: XI R 30/16). So können Angehörige beispiels­weise für neue Darlehen bis zum 31. Dezember 2020 eine Verzinsung mit Beginn des Zinslaufes 2021 vereinbaren. Damit kann ein hoher Ertrag aus der Abzinsung der Verbindlich­keit beim Betriebs­inhaber vermieden werden.

Darlehen sollte fremdüblich abgeschlossen werden

Zudem sollte bei Darlehen zwischen Angehörigen immer darauf geachtet werden, dass das Darlehen fremd­üblich ist, also so auch mit einem nicht Verwandten abgeschlossen worden wäre. Andernfalls erkennt das Finanzamt das Darlehen gar nicht an.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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