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Immobilienrecht und Mietrecht | 20.12.2017

Kündigung

Störung des Haus­friedens: Fristlose Kündigung der Wohnung bei Bedrohung der Nachbarn gerechtfertigt

Vermieter darf zum Schutz bedrohter Mieter ohne Abmahnung kündigen

(Amtsgericht München, Urteil vom 10.02.2017, Az. 474 C 18956/16)

Nicht immer verstehen sich die Bewohner eines Mehr­familien­hauses gut. Kommt es zu Auseinander­setzungen, sollten diese aber ein bestimmtes Maß nicht überschreiten. Denn wer seine Nachbarn heftig bedroht, ist unter Umständen am Ende seine Wohnung los, wie nun ein Urteil zeigt.

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Auch wenn man seinen Nachbarn nicht mag: Bedrohen und beleidigen sollte man ihn nicht. Denn ein solches Verhalten recht­fertigt eine fristlose Kündigung des Miet­vertrags durch den Vermieter, befand das Amtsgericht München (Amtsgericht München, Urteil vom 10.02.2017, Az. 474 C 18956/16). Dem Vermieter muss dem Urteil zufolge im Zweifel zum Schutz der bedrohten Mieter die Möglichkeit eröffnet werden, das Miet­verhältnis mit dem störenden Mieter durch eine sofortige Kündigung zu beenden.

Familie vom Nachbarn bedroht

Im verhandelten Fall hatte der Mieter einer Wohnung sehr lautstark und heftig mit seiner Freundin gestritten. Nachdem die angegriffene Frau Schutz bei Nachbarn gesucht hatte, wurden auch diese von dem wütenden Mann attackiert. Bis zum Eintreffen der Polizei bedrohte er die Nachbars­familie und beschimpfte sie. Obwohl der aggressive Mieter die Vorwürfe abstritt, wurde ihm vom Vermieter daraufhin gekündigt.

Schwerwiegende Störung des Hausfriedens rechtfertigt fristlose Kündigung

Und zwar zu Recht, wie das Amtsgericht München entschied. Denn Zeugen vermittelten den Eindruck, dass sie sich durch die geschilderten Vorfälle in nachvoll­ziehbarer Weise massiv und nachhaltig beeinträchtigt, belästigt, beleidigt und bedroht fühlten und dass sie große Angst vor dem Mann haben. Dies sei eine schwerwiegende Störung des Haus­friedens, entschied das Gericht.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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