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Erbrecht | 16.12.2020

Testament

Streichung des Alleinerben ist ohne Unterschrift wirksam

Allein­erben­einsetzung durch die Streichung wirksam widerrufen

(Oberlandesgericht Stuttgart, Urteil vom 25.03.2020, Az. 8 W 104/19)

Über den letzten Willen von Verstorbenen wird häufig gestritten. Denn die Testamente müssen oft ausgelegt werden. Meist bedürfen Änderungen eine Unterschrift. Manchmal reicht aber auch ein Strich.

Mit einem einfachen Strich können Erblasser die Erben­einsetzung widerrufen. Denn auch ohne Unterschrift ist die Streichung eines Erben in einem privat­schriftlichen Testament wirksam. Wird kein neuer Erbe benannt, greift die gesetzliche Erbfolge. Das zeigt ein Fall vor dem Oberlandes­gericht (OLG) Stuttgart (Az.: 8 W 104/19)t.

Streit um handschriftliches Testament mit Streichung zuerst eingesetzten Alleinerben

Eine Frau verstirbt verwitwet und kinderlos. In der Wohnung der Frau wird ein handschriftliches Testament gefunden, in dem sie einen gemeinnützigen Verein zum Alleinerben einsetzt. Später streicht die Frau den genannten Verein durch und notiert nach den Worten „Zu meinem Erben setzte ich ein:“ „wird noch genannt, [Datum]“.

Die einzige Schwester beantragt einen Erbschein, der sie als Alleinerbin ausweist. Der ursprünglich zum Alleinerben eingesetzte Verein tritt dem entgegengetreten. Die Änderung des Testaments erkenne er nicht an, da nur das Datum der Änderung, nicht aber der Ort angegeben sei und die Änderung auch nicht mit Vor- und Zunamen unter­schrieben sei.

OLG: Alleinerbeneinsetzung durch die Streichung wirksam widerrufen

Die Schwester ist Alleinerbin. Die Allein­erben­einsetzung des Vereins sei durch die Streichung wirksam widerrufen, befand das Gericht. Da die Erblasserin keinen neuen Erben eingesetzt hat, sei gesetzliche Erbfolge eingetreten. Der Erblasser kann ein Testament jederzeit eigen­händig ergänzen, auch nur durch Streichungen. Zwar müssten Zusätze oder Nachträge unter­schrieben sein, bloße Streichungen hingegen nicht, da sie sich auf den Widerruf des Gestrichenen beschränken.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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