wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Allgemeines Persönlichkeitsrecht und Presserecht | 16.11.2022

Satirebeitrag als „Bildnis der Zeitgeschichte“

Streit um Beitrag aus der RTL-Sendung „Pocher - gefährlich ehrlich“ - Boris Becker mit Klage gegen Oliver Pocher vor Gericht gescheitert

Landgericht Offenburg weist Unter­lassungs­klage von Boris Becker gegen Oliver Pocher ab

(Landgericht Offenburg, Urteil vom 15.11.2022, Az. 2 O 20/21)

Wurde Ex-Tennisstar Boris Becker in einer TV-Sendung herab­gewürdigt? Nein, sagt das Offenburger Landgericht. In dem komplizierten Presse­rechtsfall setzt sich Komiker Pocher durch.

Werbung

Der frühere Tennisstar Boris Becker ist mit seiner Zivilklage gegen den TV-Komiker Oliver Pocher vor Gericht gescheitert. Becker werde durch einen Fernseh­beitrag des Comedians nicht in seinen Persönlichkeits­rechten verletzt, entschied das Offenburger Landgericht, wie eine Sprecherin nach einer mündlichen Verhandlung mitteilte. (Az.: 2 O 20/21)

Streit um Beitrag aus der RTL-Sendung „Pocher - gefährlich ehrlich“

Strittig war vor Gericht ein Fernseh­beitrag aus der RTL-Sendung „Pocher - gefährlich ehrlich“ vom Oktober 2020. Becker verlangte laut seinem Offenburger Anwalt Samy Hammad, dass der Beitrag nicht mehr gesendet und im Internet gelöscht wird. Weder Pocher (44) noch Becker (54), der wegen Verschleierung von Teilen seines Vermögens während seiner Privat­insolvenz in einem britischen Gefängnis einsitzt, mussten vor Gericht im badischen Offenburg erscheinen. Das Urteil sei noch nicht rechts­kräftig, sagte die Sprecherin.

Unter dem Slogan „Make Boris rich again“ wurde in der Sendung ein Spenden­aufruf gestartet. Nach Gerichts­angaben ist zu sehen, dass Becker den drei­stelligen Eurobetrag auch bekam - aber ohne davon zu wissen. Das Geld war in einem vermeintlichen Modepreis versteckt, der Becker in der Sendung verliehen wurde. „Dass der Preis nur zu dem Zweck geschaffen und an Boris Becker verliehen wurde, um ihm unbemerkt den eingesammelten Bargeld­betrag zukommen zu lassen, wusste dieser bei der Preis­übergabe nicht“, berichtete die Sprecherin.

Belange der Meinungs- und Rundfunkfreiheit überwiegen

Pocher konnte sich zwar nicht auf eine Einwilligung Beckers stützen, da die Einzel­heiten der geplanten Verbreitung vorher nicht mitgeteilt wurden, hieß es weiter. Allerdings sei die Veröffentlichung möglich, da es sich um „Bildnisse der Zeit­geschichte“ handele. Aus Sicht des Gerichts überwiegen in diesem Fall die Belange der Meinungs- und Rundfunk­freiheit. Der Vorsitzende Richter und Land­gerichts-Vize­präsident Holger Haßmann machte in der Verhandlung deutlich, dass Becker als früherer Tennisprofi im Licht der Öffentlichkeit stehe.

Werbung

Beckers Anwalt: Im Beitrag „herabgewürdigt und beleidigt“

Beckers Anwalt Samy Hammad hatte vor dem Prozess der Deutschen Presse-Agentur gesagt, der einstige Wimbledon-Sieger sei in dem Beitrag „herab­gewürdigt und beleidigt“ worden. Hammad beantragte vor Gericht, ihm eine mehr­wöchige Frist für eine neue Stellung­nahme einzuräumen. Grund dafür seien die Ausführungen des Gerichts in der Verhandlung. Hammad konnte sich mit dem Ansinnen nicht durchsetzen. Der Anwalt äußerte sich auch am Rande der Verhandlung nicht näher zu seinem Mandanten.

Angeblich soll Becker nach Deutschland abgeschoben werden

Die britische Zeitung „Sun“ hatte am Wochenende berichtet, Becker könnte schon bald nach Deutschland abgeschoben werden. Er sei für ein Schnell­verfahren zugelassen worden, das ausländischen Häftlingen eine deutlich frühere Entlassung ermögliche, schrieb das Boulevard­blatt. Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser hatte den Zeitungs­bericht auf Anfrage nicht kommentiert.

Nachtrag:

Boris Becker überlegt seinem Anwalt zufolge, das Gerichtsurteil zum Rechtsstreit mit dem TV-Komiker Oliver Pocher anzufechten. „Wir prüfen sehr intensiv eine Berufung“, sagte Rechtsanwalt Samy Hammad am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Offenburg. Eine Entscheidung sei bisher nicht gefallen. Die Berufungsfrist betrage einen Monat.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 5 (max. 5)  -  2 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#9903