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Verkehrsrecht und Versicherungsrecht | 05.01.2017

Parklücken

Streit um freie Parklücke: Vorrang hat immer der Voraus­fahrende

Kampf um freie Parklücke kann bei einem Unfall teuer werden

(Landgericht Saarbrücken, Urteil vom 15.07.22016, Az. 13 S 20/16)

Um freie Parklücken kämpfen Autofahrer manchmal mit allen Mitteln. Das kann aber teuer werden. Wer etwa schnell vorwärts in eine Lücke hineinfährt, in die ein anderes Fahrzeug gerade rückwärts einparken will, riskiert bei einem möglichen Unfall eine Teilschuld. Darauf deutet eine Entscheidung des Land­gerichts Saar­brücken (Az.: 13 S 20/16) hin.

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Beim Parken gilt die einfache Regel:

Wer eine Lücke zuerst erreicht, hat Vorrang. Das gilt auch, wenn das Fahrzeug zunächst an der Lücke vorbeifährt, um dann rückwärts einzuparken. Es spielt auch keine Rolle, ob die freie Lücke an einer normalen Straße, auf einem Parkplatz oder in einem verkehrs­beruhigten Bereich liegt.

Vorrang bei Parklücke nicht gewährt, Fahrer trägt Mitschuld am Unfall

Im verhandelten Fall hatte ein Autofahrer beim Rückwärtsei­nparken ein Fahrzeug gerammt, das nach ihm vorwärts in die freie Lücke gefahren war. Der Rückwärts­fahrer wollte vor Gericht erreichen, dass dem Fahrer, der vorwärts in die Lücke gefahren war, eine Teilschuld an dem Unfall auferlegt wird. Die Richter gaben ihm Recht. Der andere Fahrer hätte den Crash demnach verhindern können, wenn er kurz abgewartet hätte, ob der vor ihm stehende Wagen dort rückwärts einparken will.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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