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Schadensersatzrecht | 03.05.2022

Rutschige Tanzfläche

Sturz auf der Tanzfläche: Haften Disko­betreiber für Unfälle?

Disko­betreiberin haftet für rutschige Tanzfläche

(Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 16.03.2022, Az. 7 U 125/21)

Wer in einer Diskothek auf der Tanzfläche stürzt, kann eventuell Ansprüche gegen den Betreiber erheben. Denn dieser ist dazu verpflichtet, das Parkett möglichst frei von Gefahren zu halten.

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Damit Besucherinnen und Besucher in der Diskothek möglichst sicher tanzen können, sollten Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter der Diskothek die Tanzfläche regelmäßig auf Scherben oder Pfützen kontrollieren. Tun sie das nicht, kann es für den Betreiber des Ladens teuer werden. Das geht aus einem Urteil des Ober­landes­gerichts Karlsruhe (Az. 7 U 125/21).

Mehrfache Operationen nach Sturz auf Tanzfläche

So rutschte eine Disko­besucherin am Rand der Tanzfläche auf einer Getränke­pfütze aus. Sie brach sich das Sprung­gelenk und den Schienbein­kopf und musste über zwei Wochen stationär im Krankenhaus behandelt und mehrfach operiert werden. Die Kranken­kasse der Frau klagte mit Erfolg auf Schaden­ersatz gegen die Disko­betreiberin.

OLG: Disko-Be­trei­be­rin muss Be­hand­lungs­kos­ten und Kran­ken­geld er­stat­ten

Denn das Gericht stellte fest, dass die Tanzfläche nicht ordnungs­gemäß kontrolliert wurde. Daher musste die Betreiberin der Diskothek zur Erstattung von Behandlungs­kosten und Krankengeld rund 37.000 Euro an die Kranken­versicherung zahlen.

Blick von Bühne nicht ausreichend

Die Betreiberin konnte nicht nachweisen, dass sie für eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung des Tanzbodens gesorgt hatte. Die erteilten Anweisungen an eine verantwortliche Kontroll­person genügten dem nicht. Diese sei lediglich dazu angehalten gewesen, sich von einer Bühne einen Überblick über die Tanzfläche zu verschaffen. Die Einzel­heiten auf dem gut besuchten Tanzboden seien so aber nicht zu erkennen gewesen.

Effektive Kontrolle in gewissen Zeitabständen ist notwendig

Zwar müsse nicht ständig ein Mitarbeiter mit einem Boden­wischer über die Tanzfläche laufen, um Getränke­pfützen oder Scherben zu beseitigen. „Eine effektive Kontrolle des Fußbodens in gewissen Zeit­abständen ist jedoch notwendig“, hieß es in dem Urteil. Zumal die Gäste Getränke mit auf die Tanzfläche mitnehmen durften. Daher hätte mit dem Verschütten von Flüssigkeiten während des Tanzens gerechnet werden müssen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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