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Arbeitsrecht | 11.05.2021

Homeoffice

Sturz auf der Treppe ins Homeoffice kein Arbeits­unfall

Kein ver­sicherter Betriebsweg

(Landessozialgericht Essen, Urteil vom 09.11.2020, Az. L 17 U 487/19)

Ein Unfall während der Arbeitszeit kann auch im Homeoffice passieren. Wer auf dem Weg ins Home­office-Arbeits­zimmer stürzt, ist aber nicht zwingend gesetzlich unfall­versichert.

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Wer im Homeoffice auf dem Weg in sein Arbeits­zimmer stürzt, kann nicht davon ausgehen, dass der Vorfall als Arbeits­unfall anerkannt wird. Es handelt sich weder um einen Weg zur Arbeit, noch um einen Betriebsweg, so ein Urteil des Landes­sozial­gerichts Nordrhein-Westfalen (Az. L 17 U 487/19).

Sturz auf dem Weg ins Homeoffice

In dem Fall ging es um einen Gebiets­verkaufsl­eiter, der regelmäßig auch im Homeoffice arbeitet. Im September 2018 stürzte er auf dem Weg von den Wohnräumen in seine Büroräume eine Treppe hinunter und zog sich einen Brustwirbel­trümmer­bruch zu.

Berufsgenossenschaft: Kein Arbeitsunfall

Die zuständige Berufs­genossen­schaft lehnte es ab, Entschädigungsl­eistungen aus der gesetzlichen Unfall­versicherung zu gewähren. Es liege kein Arbeits­unfall vor.

Klage in zweiter Instanz abgewiesen

Dagegen klagte der Kläger erfolgreich vor dem Sozial­gericht Aachen. Auf Berufung der Berufs­genossen­schaft hat das Landes­sozial­gericht (LSG) das Urteil aus erster Instanz geändert und die Klage abgewiesen.

Die Voraus­setzungen eines Arbeits­unfalles lägen nicht vor. Der vom Kläger zurück­gelegte Weg ist laut Gericht weder als „Weg nach dem Ort der Tätigkeit“ gemäß Paragraf 8 Abs. 2 Nr. 1 SGB VII unfall­versichert, noch fällt der Beschäftigte unter den Schutz der gesetzlichen Unfall­versicherung während eines Betriebs­wegs.

Arbeitsweg beginnt nach der Haustür

Bei der Wege­unfall­versicherung beginne der Versicherungs­schutz erst mit dem Durch­schreiten der Haustür des Gebäudes, teilt das Gericht mit. Ein Beschäftigter im Homeoffice könne innerhalb des Hauses oder der Wohnung auf dem Weg nach und von dem Ort der Tätigkeit nicht wege­unfall­versichert sein.

Es handelt sich aus Sicht des Gerichts auch nicht um einen Betriebsweg, da der Mann zum Zeitpunkt des Sturzes erst auf dem Weg war, um in seinem Arbeits­zimmer seine versicherte Tätigkeit erstmals aufzunehmen. Betriebs­wege sind Strecken, die während Ausübung der versicherten Tätigkeit zurück­gelegt werden. Vor- und Nach­bereitungen für die versicherte Arbeits­leistung fallen nicht darunter.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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