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Sozialrecht und Sozialversicherungsrecht | 08.01.2018

Arbeits­unfall

Sturz während eines auf einer Dienstreise durchgeführten betrieblichen Bowling-Turniers kann Arbeits­unfall darstellen

Vom Arbeitgeber geforderte Teilnahme am Bowling-Turnier stellt Neben­pflicht aus Arbeits­verhältnis dar

(Sozialgericht Aachen, Urteil vom 06.10.2017, Az. S 6 U 135/16)

Die Grenze zwischen Privat­vergnügen und betrieblichen Belangen ist nicht immer sofort zu erkennen. Schreibt der Chef die Teilnahme an einem Bowling-Turnier mit Geschäfts­partnern vor, gilt für diese Zeit auch der Schutz der gesetzlichen Unfall­versicherung.

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Der Sturz bei einem Bowling-Turnier kann ein Arbeits­unfall sein. Voraussetzung dafür ist, dass bei der Teilnahme ein Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit besteht. War das Mitspielen für Mitarbeiter verpflichtend, ist diese Voraussetzung erfüllt, wie ein Urteil des Sozial­gerichts Aachen zeigt (Sozialgericht Aachen, Urteil vom 06.10.2017, Az. S 6 U 135/16).

Berufsgenossenschaft verweigert Anerkennung als Arbeitsunfall

In dem zugrunde liegenden Fall hatte der Kläger an einer mehr­tägigen Veranstaltung eines Partner­unternehmens seines Arbeit­gebers teil­genommen. Im Rahmen dieser Veranstaltung fand auch ein Bowling-Turnier statt. Alle Besucher der Veranstaltung nahmen am Bowling-Turnier teil. Der Kläger rutschte auf der Bowlingbahn aus und renkte sich seine Schulter aus. Die Berufs­genossen­schaft verweigerte die Anerkennung des Sturzes als Arbeits­unfall. Sie argumentierte, der Kläger habe sich beim Bowling privaten Belangen gewidmet.

Turnierteilnahme stellt Nebenpflicht aus Arbeitsverhältnis dar

Das Sozial­gericht Aachen folgte dieser Auffassung nicht. Das Bowling-Turnier sei keine freiwillige Veranstaltung, sondern fester Bestandteil des gesamten Programms gewesen. Die Teilnahme war vom Arbeitgeber vorgeschrieben. Zum anderen sei der Zweck der Veranstaltung der Austausch mit Mitarbeitern des Partner­unternehmens gewesen. Durch die Teilnahme am Bowling-Turnier habe der Kläger also eine Neben­pflicht aus seinem Arbeits­verhältnis erfüllt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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