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Strafrecht und Tierschutzrecht | 10.02.2017

Tierzucht

Tier­quälerei: Hundertfaches Hundeleid - Bewährungs­strafen für Tier­züchterinnen

Weit mehr als 200 kleine Hunde waren in einen erbärmlichem Zustand

Das Amtsgericht Moers hat deshalb zwei Tier­züchterinnen vom Niederrhein wegen Tier­quälerei bestraft.

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Leid der Rassehunde war erheblich

Eine 67-jährige Frau wurde zu zehn Monaten Haft verurteilt und ihre 38-jährige Tochter zu sechs Monaten, beide auf Bewährung, wie das Amtsgericht Wesel mitteilte. Das Leid der Rassehunde, vor allem Malteser, sei erheblich gewesen, stellte das Gericht nach Angaben einer Sprecherin fest.

275 statt zugelassene 80 Tiere

233 der 275 Tiere in der Zucht in Schermbeck bei Wesel seien krank gewesen. Durch das verdreckte und verfilzte Fell hätten sich die kleinen Hunde kaum noch bewegen können, daneben litten die Tiere an Tumor­erkrankungen, Augen­entzündungen oder konnten wegen des entzündeten Zahn­fleisches nicht fressen, stellten die Richter fest. Zugelassen war der Zucht­betrieb nur für 80 Tiere.

Die Frauen hätten sich um eine professionelle Versorgung der Tiere kümmern müssen, stellte das Gericht nach Angaben der Sprecherin fest. Zu der Situation war es nach Angaben der Frauen durch eine Krankheit der Mutter gekommen. Danach seien sie überfordert gewesen.

Bestand der Hunde bereits bei Kontrolle beanstandet

Das Veterinära­mt hatte die Zucht zwar regelmäßig kontrolliert. Einmal hatten Kontrolleure auch den zu hohen Bestand an Tieren beanstandet. Aber erst beim Durch­suchungs­beschluss seien im Privathaus 175 weitere Hunde entdeckt worden.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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