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Steuerrecht | 13.10.2021

Privates Veräußerungs­geschäft

Tiny House: Verkauf eines mobilen Heims bleibt steuerfrei

Veräußerung eines Mobilheims stellt kein privates Veräußerungs­geschäft dar

(Niedersächsisches Finanzgericht, Urteil vom 28.07.2021, Az. 9 K 234/17)

Ein Finanz­gericht hat entschieden: Wird ein Mobilheim ohne Grundstück verkauft, fällt für den Veräußerungs­gewinn keine Einkommen­steuer an. Das letzte Wort in dieser Sache hat nun der Bundes­finanz­hof.

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Eigentümer eines mobilen Heims müssen bei einer Veräußerung nicht die zehnj­ährige Spekulations­frist einhalten, damit der Verkaufs­erlös steuerfrei bleibt. Das hat das Finanz­gericht Nieder­sachsen entschieden (Az.: 9 K 234/17). „Die zehnj­ährige Haltefrist gilt nur für den Verkauf von Grund­stücken samt Gebäuden, aber nicht für isolierte Mobilheime“, erklärt Julia Jirmann vom Bund der Steuer­zahler das Urteil. Abgeschlossen ist der Fall aber nicht - das letzte Wort hat nun der Bundes­finanz­hof (BFH).

Verkauf eines mobilen Heims - privates Veräußerungsgeschäft?

Im Streitfall ging es um ein Holzhaus von 60 Quadrat­metern Größe, das der Kläger im Jahr 2011 erworben hatte und anschließend vermietete. Das mobile Heim stand auf einer von dem Mann gepachteten Parzelle eines Camping­platzes. Vier Jahre nach dem Kauf ver­äußerte der Kläger das Mobilheim und erzielte dabei einen Gewinn.

Finanzamt nahm Spekulation an

Das Finanzamt sah darin ein steuer­pflichtiges Spekulations­geschäft, da die zehnj­ährige Haltefrist noch nicht vorbei war. Der Verkäufer hielt dagegen: Das Mobilheim sei nicht fest mit dem Boden verbunden und der private Verkauf eines isolierten Gebäudes sei nicht steuer­pflichtig.

FG verneint privates Veräußerungsgeschäft

Mit dieser Begründung hatte der Mann Erfolg: Innerhalb der Zehnjahres­frist steuer­pflichtig seien nur Grund­stücks­veräußerungen, entschied das Finanz­gericht. Der Verkauf eines eigenständigen mobilen Heims ohne Grundstück sei kein solches Geschäft. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass es sich bewertungs­rechtlich um ein Gebäude handelte, für das beim Kauf Grund­erwerb­steuer anfiel.

Bundesfinanzhof prüft Fall

Die Ent­scheidung ist aber noch nicht rechts­kräftig, denn das Finanzamt hat Revision beim Bundes­finanz­hof eingelegt (Az.: IX R 22/21). Betroffene Verkäufer können sich auf das laufende Verfahren stützen, wenn ihr Finanzamt für den Verkauf eines mobilen Heims Steuern verlangt. „Dazu sollte das Akten­zeichen genannt werden“, rät Jirmann. Der eigene Steuerfall ruht dann bis zu der BFH-Ent­scheidung.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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