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Arztstrafrecht, Medizinstrafrecht und Strafrecht | 10.06.2022

Fahrlässige Tötung

Tod bei Routine-OP: Bewährungss­trafe für Narkosearzt

Bewährungss­trafe wegen fahr­lässiger Tötung

Für den Tod eines 14-Jährigen bei einer Routine-Operation erhält ein Assisten­zarzt in Nordrhein-Westfalen eine Haftstrafe auf Bewährung.

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Dieses Urteil fällte das Amtsgericht Gütersloh. Neben der Verurteilung wegen fahr­lässiger Tötung zu einem Jahr und vier Monaten soll der 47-jährige Narkosearzt ein Schmerzens­geld von 10.000 Euro an die Eltern des toten Jungen zahlen. Die Ent­scheidung ist noch nicht rechts­kräftig.

Gutachter spricht von grobfehlerhaftem Verhalten

Mit dem Spruch schloss sich der Richter der Forderung der Staats­anwaltschaft an. Der 47-Jährige soll es im November 2018 versäumt haben, ein Gerät für die Sauerstoff­versorgung zu kontrollieren. Am ersten Prozesstag hatte der Arzt Fehler eingestanden. Ein vom Gericht bestellter Gutachter hatte dem Mediziner grob­fehlerhaftes Verhalten vorgeworfen.

Narkosemittel-Schläuche vertauscht

Eine Arzt­helferin hatte Schläuche falsch an das Narkose­gerät angeschlossen. Das hätte dem Arzt nach Überzeugung des Experten durch vor­geschriebene Tests auffallen müssen. Eine Beatmung des Jugendlichen mit einem Handbeutel hätte sein Leben retten können, hieß es. Stattdessen hatten im Wechsel mehrere Ärzte versucht, den Jungen zu beatmen und später zu reanimieren. Er starb später in einem Krankenhaus in Bielefeld.

Verteidiger verneint fahrlässigen Tötung

Der Verteidiger sah in seinem Plädoyer - anders als das Gericht - den Vorwurf der fahr­lässigen Tötung als nicht erfüllt an. Er sprach sich deshalb für eine Geldstrafe aus. Der Anwalt der Eltern forderte eine Haftstrafe von zwei Jahren.

Gutachter sprach von unglücklichen Strukturen

Der Gutachter sprach von unglücklichen Strukturen in dem Krankenhaus in Gütersloh. Neben einem zentralen OP-Bereich gibt es dort ein Ambulantes Operations-Zentrum. Die dort eingesetzte Helferin hatte demnach keine spezielle Qualifikation für den OP-Bereich. Der verantwortliche Oberarzt war nach Überzeugung des Gutachters nicht schnell genug für den Notfall erreichbar.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen weitere Mediziner

Gegen mehrere Mediziner des Kranken­hauses laufen noch Ermittlungen der Staats­anwaltschaft. Die Ermittlungen gegen die Arzt­helferin, die die Schläuche falsch angesteckt hatte, wurden gegen Zahlung einer Geldsumme eingestellt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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