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Familienrecht | 18.01.2016

Umgangsregelung

Umgangsrecht: Kind darf vom umgangsberechtigten Elternteil nur zu festgelegten Zeiten kontaktiert werden

Wer dagegen verstößt, riskiert ein Ordnungsgeld

(Kammergericht Berlin, Urteil vom 12.02.2015, Az. 13 WF 203/14)

Hat ein Elternteil ein Umgangsrecht, darf es nicht einfach - außerhalb der vereinbarten Zeiten - Kontakt zu seinem Kind suchen. Wer dagegen verstößt, muss mit unter ein Ordnungsgeld bezahlen.

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Vater verstieß immer wieder gegen Umgangsrecht

Im verhandelten Fall (Az.: 13 WF 203/14) hatte eine Mutter das alleinige Sorgerecht für den Sohn, der Vater hatte ein Umgangsrecht. Der Mann suchte aber immer wieder Kontakt zu dem Kind - und besuchte es beispielsweise ohne Ankündigung im Ferienhort der Grundschule. Der Junge habe danach verstört gewirkt, sich zurückgezogen und geweint.

Die Richter verhängten ein Ordnungsgeld

Der Vater war der Meinung, dass die Umgangsregelung ihm nicht verbiete, zusätzlichen Kontakt zum Kind zu suchen. Das Kammergericht Berlin sah das anders und verurteilte ihn zu einem Ordnungsgeld von 750 Euro. Außerhalb der festgelegten Umgangszeiten dürfe der Vater das Kind nicht besuchen. Der Sohn solle sich nicht damit auseinandersetzen müssen, ob er unerwartet mit seinem Vater konfrontiert wird. Außerdem könne die Mutter so nicht positiv auf das Kind einwirken, damit es sich auf die Treffen mit dem Vater freut. Wenn beide Eltern sich einig seien, könnten sie aber weitere Treffen vereinbaren.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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