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Familienrecht | 23.07.2021

Umgangs­regelung

Umgangs­regelungen vor Gericht: Im Zweifel für die Kinder

Keine Änderung der Umgangs­regelungen gegen den Willen der Kinder

(Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 06.07.2021, Az. 3 UF 144/20)

Wenn Eltern sich trennen, prallen unter­schiedliche Vorstellungen zum Umgang mit den Kindern aufeinander. Sind sie sich nicht einig, schaut das Gericht erst mal auf das Kindeswohl.

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Sind sich getrennt lebende Eltern nicht einig, wer wann die Kinder bekommt, wird dem Wohl der Kinder entsprechend entschieden. Das hat das Oberlandes­gericht Frankfurt am Main in einem Fall festgelegt (Az: 3 UF 144/20).

Kinder leben überwiegend bei der Mutter

Dabei ging es um die 2008 und 2011 geborenen Kinder getrennt lebender Eltern, die Scheidung steht aus. Sie leben grund­sätzlich im Haushalt der Mutter, verbringen aber jede Woche ein paar Tage beim Vater. In den ungeraden Wochen sind sie bei ihm von Samstagv­ormittag bis zum folgenden Dienstag­morgen und in den geraden Wochen von Sonntag­abend bis ebenfalls zum folgenden Dienstag­morgen.

Vater hatte andere Wünsche

Der Vater wollte nun eine andere Regelung - ein wöchentliches Wechsel­modell. Da sich die beiden Elternteile nicht einigen konnten, übernahm das Gericht den Wunsch der Kinder: Sie wollten das gegenwärtige Modell beibehalten. Und sie äußerten den Angaben zufolge ausdrücklich den Wunsch, dass Ruhe einkehren solle.

Laut Mitteilung hatte das Gericht von den Kindern einen reifen und sehr ver­ständigen Eindruck erhalten. Sie wüssten, was die Regelung für sie bedeute.

Das Amtsgericht hatte bereits im Sinne der Kinder entschieden. Auch eine Beschwerde des Vaters beim Oberlandes­gericht (OLG) auf die Ent­scheidung hin, hatte nun keinen Erfolg.

Belastete Kinder nicht noch mehr belasten

Sofern Eltern sich über die Umgangs­regelung nicht einigen könnten, sei das Gericht angehalten, eine Regelung zu treffen, die dem Wohl der Kinder am besten entspreche, so das OLG. In dem Fall sei es insbesondere auch nicht ersichtlich, dass die vom Vater angestrebte Regelung dem Wohl der Kinder besser entspreche, als die getroffene Regelung.

Außerdem sei es „außer­ordentlich problematisch“, wenn den Kindern eine Umgangs­regelung gerichtlich verordnet wird, die von ihren Vorstellungen abweicht. Der urteilende Senat werde den „Kindern, die unter dem Konflikt ihrer Eltern unzweifelhaft leiden, am ehesten gerecht, wenn er ihren Willen schlicht respektiert.“

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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