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Ordnungswidrigkeitenrecht, Verkehrsrecht und Tierrecht | 22.07.2022

Unfallflucht

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort - Nach Fahrrad­unfall mit Hund geht verletzter Mensch vor

Geldstrafe wegen Unfall­flucht für Hunde­besitzerin

(Amtsgericht München, Urteil vom 11.04.2022, Az. 941 Cs 442 Js 190826/21)

Nicht nur zu Fuß oder auf dem Rad, auch auf vier Pfoten sind Verkehrs­teilnehmer unterwegs. Kommt es zum Unfall, darf die Sorge nicht zuerst dem Tier, sondern muss verletzten Menschen gelten.

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Auch wer in großer Sorge um sein Tier ist, darf sich nach einem Unfall mit Verletzten nicht vom Ort des Geschehens entfernen. Wer das dennoch tut, riskiert eine Strafe wegen Unfall­flucht. Das zeigt ein Fall des Amts­gerichts München (Az.: 941 Cs 442 Js 190826/21).

Hund verursachte Unfall - Hundebesitzerin verlässt Unfallort

Eine Frau war mit Begleiterin und zwei Hunden auf einem Gehweg unterwegs. Daneben lag ein Radweg. Die Frau ließ ihren Hund von der Leine, worauf dieser mit dem anderen Hund herumtollte. Dabei kam der Vierbeiner vor das Fahrrad einer Frau. Das Vorderrad blockierte und die Radlerin überschlug sich. Sie blieb zunächst regungslos auf dem Boden liegen.

Eine Begleitung der Radfahrerin übernahm die Erst­versorgung. Aber die Hunde­besitzerin verließ den Unfallort, ohne sich um die Frau zu kümmern oder ihre Personalien zu hinter­lassen.

Verklagt wegen Unfallflucht

Unter anderem ein Schleuder­trauma sowie einen Schaden von rund 120 Euro am Fahrrad hatte die Radlerin zu beklagen. Die Hunde­besitzerin wurde wegen Unfall­flucht verklagt.

In der Haupt­verhandlung gab sie ihr Fehl­verhalten zu. Sie bedauerte den Unfall und dessen Folgen. Ihre Rechtfertigung für die Unfall­flucht: Panische Angst, ihr Hund könnte auf die Straße laufen, hätte sie nach dem Tier suchen lassen, sodass sie sich vom Unfallort entfernte.

Vor Fahrrädern habe der Vierbeiner seit dem Unfall Angst. Es war demnach für mehrere Monate ein Hunde­trainer nötig, damit das Tier wieder Gassi gehen wollte. Die Frau verpflichtete sich, freiwillig 800 Euro Schmerzens­geld zu zahlen.

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Geldstrafe wegen Unfallflucht für Hundehalter

Das Gericht verhängte eine Strafe von 30 Tages­sätzen zu 60 Euro wegen Unfall­flucht. Der mögliche Strafrahmen erstreckte sich von einer Geldstrafe bis zu einer Freiheits­strafe von drei Jahren. Für die Frau sprach laut Gericht, dass sie die Tat einräumte, ohne Vorstrafen war und sie die Tatfolgen bedauerte sowie das freiwillige Schmerzens­geld zahlte.

Suche nach dem Hund nicht gerechtfertigt

Die Suche nach dem Hund war aber aus Sicht der Kammer nicht gerechtfertigt gewesen angesichts der zunächst regungs­losen Radlerin. Auch trotz des Umstands, dass diese von anderen Helfern versorgt worden war: Es wäre der Frau nicht unmöglich gewesen, kurz ihre Personalien anzugeben und sich dann auf die Suche nach dem Hund zu machen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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