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Verbraucherrecht und Versicherungsrecht | 17.02.2017

Restwert­angebot

Unfall mit Total­schaden: Restwert orientiert sich am regionalen Automarkt

Bei fiktiver Abrechnung kann Geschädigter am regionalen Markt ermittelten Preis geltend machen
(Oberlandesgericht München, Urteil vom 09.09.2016, Az. 10 U 1073/16)

Nach einem Unfall lässt sich ein Total­schaden auch fiktiv mit der Versicherung abrechnen. Ein Total­schaden liegt ebenfalls vor, wenn die Kosten für die Reparatur den Wert des eigentlich noch verkehrs­tüchtigen Autos stark übersteigen und es der Besitzer weiter nutzen will.

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Bemessung muss sich am regionalen Automarkt orientieren

Vom eigentlichen Wieder­beschaffungs­wert zieht die Versicherung den Restwert des Autos ab. Je höher der ausfällt, desto günstiger ist es für sie. Doch diese Bemessung muss sich am regionalen Automarkt orientieren und nicht etwa an einer Autobörse im Internet.

Höheres Angebot findet keine Beachtung

Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Ober­landes­gerichts München (Az.: 10 U 1073/16). Im konkreten Fall machte die gegnerische Versicherung nach einem Autounfall ein 1.000 Euro höheres Restwert­angebot als der vom Geschädigten beauftragte Gutachter. Das musste der Autofahrer nicht annehmen, entschied das Gericht. Es komme auf den Restwert an, der auf dem regionalen Markt zu erreichen sei.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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