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Verkehrsrecht und Versicherungsrecht | 27.05.2019

Unfall

Unfall zwischen Abbieger und Motorrad: Wer die Straße quert, haftet mehr

Verstoß gegen die Sorgfalts­pflicht begründet Haftung von 70 Prozent für Links­abbieger

(Landgericht Hamburg, Urteil vom 14.09.2018, Az. 306 O 15/18)

Das Links­abbiegen von der Straße auf ein Grundstück führt oft über Gegen­fahr­bahnen. Dabei müssen Autofahrer ganz besonders vorsichtig agieren. Denn kommt es zum Unfall mit dem Gegen­verkehr, so spricht der Anscheins­beweis gegen denjenigen Fahrer, der die Straße quert. Das zeigt ein Urteil des Land­gerichts Hamburg (Az. 306 O 15/18).

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Kollision zwischen Motorrad und Auto

Im verhandelten Fall ging es um einen Motorrad­fahrer, der 200 Meter nach einem Ampelhalt mit einem Auto kollidiert war, das aus der Gegen­richtung kam. Dessen Fahrer wollte nach links auf das Grundstück einer Tankstelle fahren, wozu er die Fahrbahn des Bikers queren musste. Vorgerichtlich klärte der Auto­versicherer 50 Prozent des Schadens. Der Motorrad­fahrer wollte allerdings 75 Prozent bekommen.

Anscheinsbeweis spricht für Verstoß gegen die Sorgfaltspflichten

Das Gericht legte letztlich fest: Der Autofahrer muss 70 Prozent übernehmen, da er den Unfall im Wesentlichen verursacht hatte. Der Anscheins­beweis spreche dafür, dass der Autofahrer seine Sorgfalts­pflichten verletzt hatte. Der Motorrad­fahrer haftete zu 30 Prozent - denn ein Sachverständiger hatte fest­gestellt, dass der Biker bei erlaubten Tempo 50 mit mindestens 70 km/h unterwegs war.

Keine höhere Betriebsgefahr für Motorrad

Zusätzlich stellte das Gericht fest, dass von Motor­rädern keine erhöhte Betriebs­gefahr ausgeht. Denn für das Vorliegen einer erhöhten Betriebs­gefahr sei es entscheidend, wie viel Gefahr von einem Fahrzeug für andere ausgeht - und nicht, ob ein Motorrad­fahrer durch eine Karosserie geschützt ist oder nicht. Der Haftungs­anteil des Bikers müsse deshalb bei diesen Unfall nicht höher sein.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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