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Arbeitsrecht | 15.08.2022

Low Performer

Unterdurchschnittliche Leistung kann zu Kündigung führen

Kündigung hier wegen unterdurchschnittliche Leistung wirksam

(Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 03.05.2022, Az. 4 Sa 548/21)

Schöpfen Arbeit­nehmer ihr persönliches Leistungs­spektrum nicht aus, können Arbeitgeber Konsequenzen veranlassen. Eine Kündigung ist bei sogenannten Low Performern nur in Einzel­fällen möglich.

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Wenn ein Arbeit­nehmer über einen längeren Zeitraum nachweisbar weniger leistet als andere, kann das im Einzelfall eine Kündigung recht­fertigen. Das zeigt ein Urteil des Landes­arbeits­gerichts Köln (Az. 4 Sa 548/21).

Kündigung eines Kommissionierers wegen Schlechtleistung

Im konkreten Fall ging es um die Kündigung eines Kommissionierers in einem Großh­andels­lager im Bereich der Lebens­mittel­logistik. In der Betriebs­vereinbarung des Arbeit­gebers ist für Kommissionierer eine Basis­leistung festgelegt, die der Normal­leistung entspricht und mit dem Grundlohn vergütet wird.

Seit einem Wechsel in den Bereich Trocken­sortiment erreichte der Arbeit­nehmer in keinem Monat die Basis­leistung von 100 Prozent. Nach zwei Abmahnungen kündigte ihm der Arbeitgeber ordentlich, weil er mit der Arbeitsleistung nicht zufrieden war.

Richter halten Kündigung für gerechtfertigt

Der Arbeit­nehmer wehrte sich vor Gericht gegen diese Kündigung. Der Arbeitgeber legte vor Gericht die unterdurchschnittliche Leistung des Mitarbeiters dar, indem er Aufzeichnungen aus dem Waren­wirtschafts­system vorlegte. Diese dokumentierten laut „Haufe.de“ die Kommissionier­leistung des Arbeit­nehmers im Vergleich zur Leistung von rund 150 anderen Kommissionierern.

Nach Ansicht des Gerichts konnte der Arbeitgeber so darlegen, dass der Kläger die Durchschnitts­leistung vergleich­barer Arbeit­nehmer über einen längeren Zeitraum um deutlich mehr als ein Drittel unter­schritten hatte. Die Richter hielten die Kündigung somit für gerechtfertigt.

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Arbeitnehmer muss Gründe darlegen

Dem Urteil zufolge ist es Sache des Arbeit­nehmers, das Zahlenwerk und seine Aussage­fähigkeit im Einzelnen zu bestreiten oder darzulegen, warum er mit seiner deutlich unter­durch­schnittlichen Leistung dennoch seine persönliche Leistungs­fähigkeit ausschöpft.

Die pauschale Angabe des Arbeit­nehmers, er sei systematisch benachteiligt worden, überzeugte das Gericht dem Bericht zufolge nicht.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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