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Schadensersatzrecht und Versicherungsrecht | 03.12.2018

Werkstatt­rechnung

Unverschuldeter Unfall: Versicherung muss überhöhte Werkstatt­rechnung erstatten

Unfall­geschädigter kann auch Ersatz überhöhter Reparatur­kosten verlangen

(Amtsgericht München, Urteil vom 16.04.2018, Az. 332 C 4359/18)

Wer nach einem unverschuldeten Unfall sein Auto in einer Werkstatt reparieren lässt, ist nicht für deren korrekte Abrechnung verantwortlich.

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Dieses Werkstatt­risiko trägt die Versicherung des Verursachers. Das zeigt ein Urteil des Amts­gerichts München (Amtsgericht München, Urteil vom 16.04.2018, Az. 332 C 4359/18).

Versicherung hält Werkstattrechnung für überhöht

Nach einem Autounfall war die Frage der Schuld geklärt. Sein Auto ließ der Geschädigte daher in einer Werkstatt reparieren. Die Kosten in Höhe von 3950 Euro verlangte er von der gegnerischen Versicherung zurück. Die wollte allerdings nur 3.600 Euro zahlen. Ihre Begründung: Die Werkstatt­rechnung sei überhöht.

Kläger verlangt Erstattung aller Werkstattkosten

So sei etwa eine zweifache Spur­einstellung nur bei voran­gegangener Vermessung notwendig. Dafür sei aber kein Protokoll vorgelegt worden. Auch andere Positionen wie etwa Politur oder die Fahrzeug­verbringung kritisierte die Versicherung. Dagegen klagte der Mann, denn er habe Anspruch auf Erstattung aller ihm in Rechnung gestellter Werkstatt­kosten.

Werkstattrisiko trägt grundsätzlich die Versicherung

Das Gericht gab ihm Recht. Allerdings müsse er die Ansprüche gegen die Werkstatt an die Versicherung abtreten, damit diese wiederum selbst gegenüber der Werkstatt aktiv werden kann. grund­sätzlich trage das Werkstatt­risiko die Versicherung, so das Gericht. Und dabei ist es noch nicht einmal relevant, ob die Maßnahmen erforderlich oder deren Kosten wirklich überhöht waren.

Denn der Geschädigte hat laut Urteil bei einer Regulierung des Schadens durch die Werkstatt nur beschränkte Möglichkeiten und Kenntnisse.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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