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Arbeitsrecht | 14.03.2016

Abmahnung

Urteil: Abmahnung wegen Verspätung von 13 Minuten ist unverhältnismäßig

Bei gering­fügigen Fehl­verhalten reicht eine Ermahnung aus
(Arbeitsgericht Leipzig, Urteil vom 23.07.2015, Az. 8 Ca 532/15)

Kommt ein Arbeit­nehmer wenige Minuten zu spät, liegt zwar ein Pflicht­verstoß vor. Mahnt der Arbeitgeber ihn deshalb schriftlich ab, ist das jedoch unverhältnismäßig. So eine Entscheidung des Arbeits­gerichts Leipzig (Az.: 8 Ca 532/15).

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13 Minuten zu spät am Arbeits­platz - Abmahnung und Eintrag in Personal­akte

In dem verhandelten Fall kam eine Mit­arbeiterin einmal 13 Minuten zu spät. Der Arbeitgeber mahnte sie daraufhin schriftlich ab und trug die Abmahnung in die Personal­akte ein. Die Frau verlangte die Entfernung.

Gericht entschied: Grundsatz der Verhältnis­mäßigkeit muss gewahrt bleiben

Mit Erfolg: Eine Abmahnung setze grund­sätzlich einen objektiven Pflicht­verstoß voraus, befand das Gericht. Dieser sei hier zwar mit dem verspäteten Arbeits­beginn gegeben. Allerdings müsse der Grundsatz der Verhältnis­mäßigkeit gewahrt bleiben. Die Abmahnung sei unverhältnismäßig: Wer nur einige Minuten zu spät kommt, dem könne nur ein geringfügiges Fehl­verhalten vorgeworfen werden. Eine Ermahnung sei ausreichend, der Eintrag müsse entfernt werden.

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Sollten Sie Ärger mit Ihrem Arbeitgeber haben, dann wenden Sie sich am besten an einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht, den Sie z.B. hier im Deutschen Anwaltsregister (DAWR) finden.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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