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Arbeitsrecht | 29.02.2016

Kündigung

Urteil: Bei Einlösen von gefälschten Pfandbons droht die fristlose Kündigung

Auch nach jahrelanger Tätigkeit und trotz eines geringeren Wertes des gefälschten Pfandbons darf der Arbeitgeber kündigen

(Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 07.12.2015, Az. 7 SA 1078/14)

Arbeitnehmern droht die fristlose Kündigung, wenn sie einen Pfandbon fälschen und ihn anschließend einlösen. So eine Entscheidung des Landes­arbeits­gerichts Düsseldorf (Az.: 7 Sa 1078/14). Das gilt auch dann, wenn der Betrag, den jemand dadurch erwirtschaftet, sehr geringfügig ist.

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Stellvertretende Filialleiterin scannte Pfandflasche mehrfach ein

In dem verhandelten Fall war eine Frau als stellvertretende Filial­leiterin eines Discounters beschäftigt. Als sich die Inventur­verluste massiv häuften, entschied sich der Arbeitgeber für eine verdeckte Video­überwachung. Der Betriebsrat hatte dieser Über­wachung zugestimmt. Als Zufallsfund wurde dabei aufgezeichnet, wie die Frau eine Pfand­flasche der Filiale mehrfach einscannte, ohne tatsächlich Pfand­flaschen abzugeben. Den Betrag von 3,25 Euro steckte sie ein.

Ihre Klage gegen die fristlose Kündigung war erfolglos

Nach Auffassung des Gerichts lag ein Vertrauens­bruch vor. Dieser sei so gravierend, dass der Frau auch nach jahrelanger Tätigkeit fristlos gekündigt werden dürfe - trotz des geringen Wertes des gefälschten Pfandbons. Die Frau habe als Kassiererin gearbeitet und müsse in dieser Funktion die Vermögens­interessen des Arbeit­gebers wahren.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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