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Schadensersatzrecht | 18.04.2017

Volksfest

Urteil: Kein Schmerzens­geld nach Sturz von Bierbank auf Volksfest

Auf Volksfesten vergnügen sich Besucher auf eigene Gefahr

Wer in einem Festzelt auf Bänken oder Tischen tanzt, muss zumindest damit rechnen, auch mal runterzufallen und sich zu verletzen. Einen Anspruch auf Schaden­ersatz oder Schmerzens­geld hat man nach einem solchen Unfall nicht in jedem Fall, wie das Oberlandes­gericht Stuttgart entschied (Az.: 13 U 165/16).

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Frau fiel beim Tanzen von einer Bierbank

Tanzen auf einer Bierbank könne als „übliches Verhalten in einem Festzelt“ angesehen werden, das für sich genommen niemandem vorwerfbar sei, entschieden die Richter und wiesen damit die Klage einer Frau zurück. Diese hatte zusammen mit anderen Besuchern im Oktober 2014 auf dem Cannstatter Wasen auf einer Bierbank getanzt. Dabei fiel sie und prellte sich am Tisch das Knie.

Frau forderte Schadenersatz und Schmerzensgeld

Die Frau forderte daher von einem der anderen Tänzer Schmerzens­geld von mindestens 4000 Euro und Schaden­ersatz. Denn der Mann habe sie durch einen Schlag in den Rücken zu Fall gebracht. Der sei „mehr oder weniger von der Bierbank gezogen worden“ und habe das Gleich­gewicht verloren, behauptete der Beklagte. Die Frau habe keinen anderen Ablauf beweisen können, befanden die Richter.

Siehe auch:

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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