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EU-Recht, Reiserecht und Schadensersatzrecht | 18.05.2016

Entschädigung

Urteil: Keine Entschädigung bei Verspätung eines rechtzeitig gestellten Ersatzflugs

Ursprüng­liche Fluggesellschaft kann nicht für Verspätung des Ersatz­fluges haftbar gemacht werden

(Amtsgericht Frankfurt, Urteil vom 14.10.2015, Az. 31 C 2494/15 (17))

Besorgt eine Airline dem Passagier bei einer Annullierung einen Ersatzflug, der das Ziel fast zur gleichen Zeit wie der ursprünglich geplante Flug erreichen soll, muss die Fluggesellschaft in diesem Fall keine Entschädigung zahlen, auch wenn sich der Ersatzflug dann doch verspätet und die Reise sich dadurch deutlich verzögert. Das entschied das Amtsgericht Frankfurt (Az.: 31 C 2494/15 (17)).

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Annullierung des Fluges am Abflugtag

In dem verhandelten Fall wollten die Kläger von Frankfurt über Singapur nach Sydney fliegen. Der Singapur-Flug wurde am Abflugtag gestrichen. Die Airline konnte die Passagiere aber in der Maschine einer anderen Fluggesellschaft unterbringen. Dieser Ersatzflug sollte Singapur um 16.10 Uhr erreichen - und damit sogar 15 Minuten früher als der ursprünglich gebuchte Flug ankommen. Doch der Ersatzflug verspätete sich, die Betroffenen erreichten Sydney schließlich mit 23 Stunden Verspätung.

Gericht weist Klage ab

Die Kläger forderten eine Ausgleichs­zahlung nach EU-Recht von der Airline, bei der sie die Flugreise ursprünglich gebucht hatten. Doch das Amtsgericht Frankfurt am Main wies die Klage ab. Durch den Ersatzflug hätten die Kläger die Möglichkeit gehabt, ihr Ziel rechtzeitig zu erreichen. Mehr sei nach der Verordnung nicht geschuldet. Dass es dann tatsächlich nicht so kam, sei der verklagten Airline nicht anzulasten.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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