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Familienrecht und Namensrecht | 09.03.2016

Namens­änderung

Urteil: Kind eines Straf­täters darf Namen der Mutter annehmen

Durch die Namens­änderung kann sich das Kind von der kriminellen Vergangenheit des Vaters distanzieren
(Verwaltungsgericht Münster, Urteil vom 27.01.2016, Az. 1 K 190/14)

Wenn das Kind eines Straf­täters dessen Nachnamen trägt, darf es ihn ablegen und stattdessen den Namen seiner Mutter annehmen. Das hat das Verwaltungs­gericht Münster entschieden (Az: 1 K 190/14).

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Kind beantragte Namens­änderung

Durch die Namens­änderung könne sich das Kind von der kriminellen Vergangenheit des Vaters distanzieren. Anderenfalls seien Nachteile in der schulischen und beruflichen Entwicklung nicht auszuschließen, heißt es im Urteil.

Vater klagte gegen die Namens­änderung

Im konkreten Fall hatte ein 2008 geborener Junge beantragt, den Familien­namen seiner Mutter annehmen zu dürfen. Der Vater war seit mehreren Jahren wegen unterschiedlicher Straftaten in Haft. Er klagte gegen den Namens­wechsel seines Sohnes - doch das Gericht stimmte Kind und Mutter zu. Die Mutter sei Haupt­bezugs­person, und ihren Nachnamen zu tragen, vermittele dem Jungen ein Gefühl von Zu­gehörigkeit und Sicherheit, befand das Gericht. Die Namens­änderung bringe dem Sohn große Vorteile.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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