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Arbeitsrecht, Krankenkassenrecht und Sozialversicherungsrecht | 08.09.2022

Perücke nach Chemotherapie

Urteil: Wer bezahlt Mehrkosten für Perücke auf Rezept?

Systemversagen bei der Kasse

(Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht, Urteile vom 09.11.2021, Az. L 10 KR 92/18 und L 10 KR 122/17)

Fallen einer Frau durch Krankheit oder Chemotherapie die Haare aus, zahlt die Krankenkasse eine Perücke. Doch was, wenn die Perücke mehr kostet, als die Kasse bereit ist zu zahlen?

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Soll eine Patientin zu einer Perücke auf Rezept draufzahlen, kann es kompliziert werden. Zwei Gerichtsentscheidungen des Schleswig-Holsteinischen Landessozialgerichts (Az.: L 10 KR 92/18 und L 10 KR 122/17), auf die der Deutsche Anwaltverein (DAV) hinweist, zeigen, dass es auf die jeweiligen Umstände ankommt.

Generell haben Frauen, die etwa durch eine Chemotherapie ihre Haare verloren haben, Anspruch auf eine Perücke auf Kosten der Krankenkasse. Diese ist verpflichtet, mit Haarstudios Verträge zu schließen, in denen geregelt ist, welche Beträge sie für Perücken übernimmt.

Systemversagen bei der Kasse

Im ersten Fall hatte die Kasse genau das nicht getan und wollte pauschal nur 350 Euro zuzahlen. Das Gericht sah hier ein Systemversagen. Die Kasse musste laut Urteil die vollen Kosten für die Perücke der Klägerin in Höhe von knapp 1500 Euro zahlen.

Im zweiten Fall hatte die Versicherte sich für eine Echthaarperücke entschieden, die mit rund 2100 Euro mehr als doppelt so teuer war wie die vom Studio zum Kassen-Vertragspreis angebotene Perücke. Die Differenz wollte die Frau von der Kasse gezahlt bekommen.

Hier lag der Fehler hingegen beim Studio: Dieses hatte der Frau zwar eine vorgeschriebene Mehrkostenvereinbarung zur Unterschrift gegeben.

Die Frau hatte in einem Zusatz allerdings vermerkt, dass sie die Vereinbarung eigentlich gar nicht unterschreiben wolle.

Mehrkostenvereinbarung kann nichtig sein

Laut Gericht war die Vereinbarung damit nichtig. Das Studio konnte keine Zusatzkosten von der Versicherten verlangen und diese wiederum nicht von ihrer Krankenkasse.

Die Richter fanden zudem: Das Studio hätte zum festgelegten Vertragspreis sehr wohl auch eine hochwertige Perücke anbieten können. Laut Studio wäre das hingegen nicht möglich gewesen.

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Quelle: dpa, DAWR (pt)

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