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Kaufrecht und Vertragsrecht | 29.02.2016

VW-Abgas-Affäre

VW Abgas-Skandal: Am Landgericht Bochum beginnt erster Prozess um Rücknahme von manipuliertem VW - Anwalt vertritt VW Tiguan-Käufer

Universitäts­professor klagt auf Rück­abwicklung seines Kauf­vertrages

Knapp ein halbes Jahr nach dem Bekanntwerden des Abgas-Skandals bei Volkswagen werden die Manipulationen erstmals ein deutsches Gericht beschäftigen. Am Landgericht Bochum klagt ein Universitäts­professor gegen ein örtliches VW-Autohaus auf die Rück­abwicklung seines Kauf­vertrages.

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„Mein Mandant will seinen VW Tiguan mit der Schummel­software zurück­geben“, sagte Anwalt Dietrich Messler. Der Wagen sei rund ein Dreiviertel­jahr alt und habe inzwischen eine Lauf­leistung von knapp 20 000 Kilometern.

Anwalts­liste: Wer als Autokäufer oder VW-Aktionär von dem Abgasskandal betroffen ist, findet in der Anwaltsliste für VW-Geschädigte Hilfe.

Kläger lehnt technische Nachbesserung ab

Eine technische Nach­besserung des Fahrzeugs lehne sein Mandant ab, betonte Anwalt Dietrich Messler. „Er ist aber vergleichsbereit und würde auch einen neuen Wagen kaufen.“ Dafür müsse der Händler ihm jedoch abzüglich des Wert­verlusts infolge der Fahr­leistung den Kaufpreis zurück­erstatten.

Mit seiner Forderung nach einer Rück­abwicklung des Verkaufs ist der Bochumer Kläger nicht allein. Weltweit meldeten sich nach dem Ausbruch der Abgas-Affäre bei rund elf Millionen Diesel-Fahrzeugen enttäuschte VW-Fahrer.

Volkswagen setzt vorwiegend auf Nachbesserung

Volkswagen setzt auf die Nach­besserung der betroffenen Fahrzeuge, Konzernchef Matthias Müller hatte aber zumindest für den US-Markt in Einzel­fällen auch Rückkäufe nicht ausgeschlossen. In Europa ist die Nach­rüstung beim Pick-up Amarok vor einigen Wochen schon angelaufen, noch in dieser Woche könnte mit dem Passat das erste Volumen-Modell in die Werk­stätten gerufen werden. Dazu muss VW den Startschuss des Kraftfahrt-Bundesamts abwarten. Der Rückruf soll das ganze Jahr dauern.

Der Prozess startet am Mittwoch, den 2. März 2016 (Az. I-2 O 425/15).

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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