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Sozialrecht und Sozialversicherungsrecht | 04.04.2019

Arbeits­unfall

Verletzung bei Diebesjagd während Dienstreise stellt keinen Arbeits­unfall dar

Verfolgung eines Taschen­diebs auf dem Rückweg vom Abendtermin nicht von gesetzlicher Unfall­versicherung abgedeckt

(Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom 11.03.2019, Az. L 9 U 118/18)

Beschäftigte sind auf Dienst­reisen unfall­versichert - in der Regel auch auf dem Weg vom Tagungsort zum Hotel. Eine Verletzung bei der Verfolgung eines Taschen­diebs auf dem Rückweg von einem Abendtermin ist aber nicht von der gesetzlichen Unfall­versicherung abgedeckt. Das geht aus einem Urteil des Hessischen Landes­sozial­gerichts hervor (Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom 11.03.2019, Az. L 9 U 118/18).

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Verletzung nach Verfolgung eines Diebes

In dem konkreten Fall war ein Mann auf einer Dienstreise nach Barcelona nach einem offiziellen Abendtermin mit Kollegen in eine Bar gegangen. Auf dem Heimweg ins Hotel entwendete ihm ein Dieb die Geldbörse. Bei der Verfolgung zog der Mann sich eine Verletzung am Unterarm zu.

Kein Versicherungsschutz bei Verfolgung eines Diebes

Zwar seien Beschäftigte während einer Dienstreise auf dem Rückweg vom Tagungsort zum Hotel unfall­versichert, wie das Landes­sozial­gericht mitteilte. Da die Verfolgungs­jagd aber auf dem Rückweg von der Bar stattfand, sei der Versicherungs­schutz entfallen.

Verfolgung eines Straftäters steht nicht im Zusammenhang mit beruflicher Tätigkeit

Ein konkreter Zusammenhang mit der beruflichen Tätigkeit sei nicht gegeben. Auch ein Versicherungs­schutz wegen einer Verfolgung eines Straf­täters im allgemeinen Interesse komme hierbei nicht in Betracht. Der Mann habe den Täter nicht verfolgt, um ihn der Straf­verfolgung zu zuführen. Eine Anerkennung als Arbeits­unfall lehnte das Gericht daher ab.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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