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Schadensersatzrecht | 12.11.2018

Schadens­ersatz

Vermögen verzockt: Freistaat Bayern muss 40.000 Euro an Frau von Spieler zahlen

Spielbanken aufgrund nicht eingehaltener Eigensperren zum Schadens­ersatz verpflichtet

Ein Handwerker hat über die Jahre Unsummen in staatlichen bayerischen Spielbanken verzockt - jetzt soll der Freistaat 40.670 Euro nebst Zinsen an die Ehefrau zahlen. Das entschied das Landgericht München.

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Sperre in Spielbanken beantragt

Der spiel­süchtige Mann hatte, nachdem er riesige Beträge verloren hatte, schon 1996 in der Spielbank Garmisch-Partenkirchen eine unbefristete Eigensperre beantragt, die von dort auch an alle anderen bayerischen Spielbanken gefaxt wurde. Dennoch ließen ihn Kasinos wieder ein.

Zocker-Frau verklagt Spielbank

Zwischen 2012 und 2015 verzockte er - teils bei gemeinsamen Besuchen mit seiner Frau - gut 67.000 Euro in Bad Wiessee und gut 3.000 Euro in Garmisch-Partenkirchen. Seine Frau forderte deshalb insgesamt 71.000 Euro Schaden­ersatz vom Freistaat Bayern. Sie hatte in der Klage das Recht ihres Mannes geltend gemacht, das dieser an sie abgetreten hatte.

Ehefrau erhält Schadensersatz

In Fällen, in denen der Mann die Spielbanken nicht unter seinem Geburts­namen besuchte, auf den die Eigensperre beantragt war, sondern unter dem bei der Heirat an­genommenen Namen seiner Frau, sah das Gericht kein Versäumnis der Spielbanken. Deshalb sprach es der Frau nur einen Teil der geforderten Summe zu, außerdem soll sie zwei Fünftel der Verfahrens­kosten übernehmen.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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