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Reiserecht und Verbraucherrecht | 10.07.2019

Mindest­umsteige­zeit

Verpasster Anschluss­flug: Reisende haben Anspruch auf Entschädigung bei zu knapp bemessener Umsteige­zeit

Airlines haften für knappe Umsteige­zeit

(Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 18.10.2018, Az. 30 C 3465/17 (71))

Die Mindest­umsteige­zeit eines Flughafens gibt an, wie viel Zeit ein Passagier braucht, um das Flugzeug zu wechseln. Doch in der Praxis reicht diese Zeit oft nicht aus, wie ein Gerichts­urteil zeigt.

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Verpassen Fluggäste wegen einer Verspätung den Anschluss­flug, steht ihnen häufig eine Entschädigung zu. Das gilt, sofern sie tatsächlich nicht genug Zeit hatten, das nächste Flugzeug rechtzeitig vor Schließen des Gates zu erreichen. Doch wann ist das der Fall? Und wann war der Passagier einfach zu langsam?

Umsteigezeit oft knapp bemessen

Die sogenannte Mindest­umsteige­zeit zwischen dem Öffnen der Türen des Zubringers und dem Schließen der Türen des Anschluss­flugs ist nicht allein entscheidend, urteilte das Amtsgericht Frankfurt am Main (Amtsgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 18.10.2018, Az. 30 C 3465/17 (71)). Diese Zeit legt jeder Flughafen selbst fest, sie ist oft aber sehr knapp bemessen.

AG: Wirkliche Umsteigezeit ist maßgebend

Vielmehr sei maßgeblich, wie viel Zeit einem Passagier wirklich zum Umsteigen bleibe, so das Gericht. Denn oft dauert es, bis der Reisende das Flugzeug verlassen kann. Und das Boarding für den Weiterflug endet üblicherweise vor dem Schließen der Flugzeug­türen.

Verspätung wegen Wartens auf andere Passagiere kein außergewöhnlicher Umstand

In dem verhandelten Fall ging es um eine Flugreise von Frankfurt über Kiew nach Astana in Kasachstan. Der Zubringer hatte Verspätung, weil die Maschine in Deutschland noch auf andere Passagiere wartete - aus Sicht des Gerichts kein außergewöhnlicher Umstand, der von einer Ausgleichs­zahlung befreit. Die Klägerin verpasste ihren Anschluss­flug und erreichte Astana erst einen Tag später.

Airline musste Entschädigung zahlen

Nach Angaben der Fluggesellschaft stand der Frau ein Zeitraum von einer Stunde und zwei Minuten zum Umsteigen zur Verfügung - laut Mindest­umsteige­zeit in Kiew ausreichend. Doch diese Zeitangabe könne nicht gegen den Fluggast verwendet werden, heißt es im Urteil. Denn die Zeit genüge in der Praxis regelmäßig nicht, um das Flugzeug zu wechseln. Dies war auch in Kiew der Fall, wo es lange Warte­schlangen und Verzögerungen gab. Die Airline musste der Frau 600 Euro zahlen.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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