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Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 14.02.2017

Unfall­schaden

Verschweigen von Vorschäden: Versicherung muss dennoch den Schaden regulieren

Recht­zeitige Korrektur der falschen Angaben begründet Versicherungs­haftung
(Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 28.06.2016, Az. 9 U 4/16)

Wer zunächst ver­schwiegene Angaben zu einem Vorschaden gegenüber der Versicherung selbst korrigiert, kann mit einer Regulierung rechnen. Das zumindest ergibt sich aus einem Urteil des Ober­landes­gerichts Köln (Az.: 9 U 4/16).

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Versicherung verweigerte wegen Verschweigens eines Vorschadens die Schadens­regulierung

Im verhandelten Fall hatte ein Autofahrer einen Wildunfall. Den wollte er über die Kasko­versicherung abwickeln. Zwar gab er auf dem Fragebogen mehrere bereits reparierte Schäden an, aber keine nicht reparierten. Nach den Vorschäden erkundigte sich die Versicherung, bekam aber keine Antwort. Erst später, aber noch vor der Schadens­regulierung, schickte ihr der Mann ein Gutachten eines Sachverständigen. Das wies auch einen nicht reparierten Vorschaden aus. Die Versicherung wollte wegen der Falsch­angaben nicht zahlen.

OLG entschied zugunsten des Autofahrers

Das Landgericht gab ihr zunächst Recht. Doch das Oberlandes­gericht entschied zugunsten des Autofahrers. Zwar seien seine Angaben zunächst falsch gewesen. Doch er habe sie selbst­ständig und vor der Schadens­regulierung berichtigt, was auch durch ein Gutachten passieren könne.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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