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Reiserecht und Verbraucherrecht | 18.10.2017

Flug­verspätung

Verspäteter Anschluss­flug ins Ausland: Betroffene können am Erfüllungs­ort klagen

Entschädigung kann somit auch in Deutschland eingeklagt werden

(Landgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 22.12.2016, Az. 2-24 S 123/16)

Ein Urlauber bucht bei einer Airline eine Flugreise von Frankfurt über Madrid nach Buenos Aires - und der Anschluss­flug ab Spanien verspätet sich deutlich: In einem solchen Fall kann der Betroffene die ihm zustehende Entschädigung auch in Frankfurt vor Gericht einklagen.

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Im zugrunde liegenden Fall traf das Landgericht Frankfurt (Az.: 2-24 S 123/16) diese Entscheidung und kassierte damit ein Urteil eines Amts­gerichts. Dieses hatte sich für nicht zuständig erklärt, da der Flug von Frankfurt nach Madrid nicht zu beanstanden gewesen sei.

Passagiere dürfen am „Erfüllungsort“ der Beförderungsleistung klagen

Das Landgericht sah das anders. Die Kläger hatte die Flugreise über ein Online-Portal bei einer einzelnen Fluggesellschaft gebucht, der Zubringer­flug nach Madrid wurde jedoch von einer anderen Airline durch­geführt. Dennoch schulde die beklagte Fluggesellschaft auch den ersten Flug der Reise - mit Start in Frankfurt, entschied das Gericht. Und der Passagier dürfe am „Erfüllungs­ort“ der Be­förderungsl­eistung klagen.

Das Landgericht sprach dem Kläger eine Ausgleichs­zahlung in Höhe von 600 Euro zu. Denn der Flug nach Buenos Aires war unstrittig erst mit fünf Stunden Verspätung gelandet.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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