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EU-Recht, Reiserecht und Schadensersatzrecht | 17.07.2018

Flug­verspätung

Verspätung durch Reifen­schaden: Fluggesellschaft muss Entschädigung zahlen

Kein Außergewöhnlicher Umstand aufgrund Fremd­körper in Reifen des Fliegers

(Amtsgericht Hannover, Urteil vom 07.02.2018, Az. 462 C 3790/17)

Bei einer langen Flug­verspätung wegen eines Nagels im Reifen muss die Airline die Passagiere entschädigen. Es handelt sich nicht um einen außergewöhnlichen Umstand. So ein Urteil des Amts­gerichts Hannover (Az.: 462 C 3790/17).

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Flugverspätung wegen Fremdkörper im Reifen des Fliegers

In dem verhandelten Fall hatte sich ein Flug von Teneriffa nach Hannover um mehr als 18 Stunden verspätet, weil ein metallischer Fremd­körper im Reifen des Fliegers steckte. Der Start war nicht möglich. Ein Ersatz­reifen musste erst aus Deutschland eingeflogen werden. Der Kläger verlangte für sich und seine Begleiterin eine Ausgleichs­zahlung nach EU-Recht von insgesamt 800 Euro.

Metallstück im Reifen stellt keinen außergewöhnlichen Umstand dar

Das Gericht gab dem Kläger Recht. Die Airline konnte sich nicht auf außergewöhnliche Umstände berufen, die sie von der Zahlungs­pflicht befreit hätten. Technische Probleme fielen grund­sätzlich nicht darunter, so das Gericht. Dabei sei unerheblich, wie genau das Metall­stück in den Reifen gekommen war.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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