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EU-Recht, Reiserecht und Schadensersatzrecht | 14.09.2015

Flugverspätung

Verspätung eines Fliegers: Entschädigung nur bei tatsächlicher Beförderung

Schadenersatz

Eine Entschädigung wegen erheblicher Verspätung eines Fluges gibt es nur, wenn die Passagiere auch tatsächlich mit der verspäteten Maschine befördert wurden. Das entschied das Amtsgericht Rüsselsheim (Az.: 3 C 4246/14 (36)). Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“.

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Kläger verlangten Ausgleichzahlung nach EU-Recht

In dem verhandelten Fall wollten die Kläger von Kapstadt nach Frankfurt fliegen. Der Flug verschob sich aber, die Maschine startet schließlich erst zwei Tage später. Weil ein wichtiger beruflicher Termin anstand, buchten die Kläger auf eigene Kosten sicherheitshalber einen Flug bei einer anderen Airline, ebenfalls zwei Tage später. Die Kosten dafür zahlte die Fluggesellschaft des ursprünglich verspäteten Fluges. Die Kläger verlangten zusätzlich eine Ausgleichszahlung nach EU-Recht, weil sie ihr Ziel mit mehr als drei Stunden Verspätung erreicht hatten. Das Gericht wies die Klage ab.

Klage abgewiesen: Unmittelbarer Zusammenhang zwischen Flugverspätung und verspäteter Ankunft muss bestehen

Voraussetzung für die Entschädigung sei gewesen, dass die Kläger auch wirklich mit der verspäteten Maschine befördert worden seien. Es müsse ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Verspätung des Fliegers und verspäteter Ankunft bestehen. Das sei in diesem Fall nicht gegeben.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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