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Immobilienrecht und Kaufrecht | 24.01.2016

Kauf einer Eigentumswohnung

Versprechen nicht gehalten: Kunden haben Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufvertrages

Wer eine Eigentumswohnung mit freien Blick anpreist, sollte diesen Blick nicht nachträglich verbauen

(Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 12.11.2015, Az. 3 U 4/14)

Bauträger sollten sich an ihre Versprechen halten. Andernfalls kann es für sie teuer werden. Denn im Zweifel können Kunden verlangen, dass ein Kaufvertrag für eine Eigentumswohnung rückabgewickelt wird. Wer eine Eigentumswohnung mit einem unverbaubaren Blick auf die Skyline anpreist, sollte diesen Blick nicht verbauen. Denn andernfalls kann ein Kunde einen Kaufvertrag nachträglich rückabwickeln. Das geht zumindest aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt am Main hervor (Az.: 3 U 4/14) über das kostenlose-urteile.de berichtet.

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Käufer wollte den Kaufvertrag für seine Eigentumswohnung rückabwickeln

In dem verhandelten Fall hatte ein Käufer 2009 eine Eigentumswohnung im Erdgeschoss eines von einem Bauträger errichteten Gebäudes gekauft. In dem Prospekt war an mehreren Stellen ausdrücklich mit dem freien Blick auf die Skyline von Frankfurt geworben worden. Allerdings errichtete der Bauträger in der Zeit danach ein weiteres Gebäude, das dem Kläger die freie Sicht versperrte. Daher wollte dieser den Kaufvertrag rückabwickeln.

Nachträgliche Bebauung werteten die Richter als nachträgliche Pflichtverletzung des Bauträgers

Vor Gericht setzte sich der Käufer durch. Denn die Richter am OLG bewerteten die nachträgliche Bebauung als nachvertragliche Pflichtverletzung des Bauträgers. Der Blick auf die Skyline sei als Beschaffenheit der Wohnung vereinbart gewesen.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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