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Verkehrsrecht und Versicherungsrecht | 16.04.2021

Unfall

Vom Auto angefahren: Fußgänger haftet allein

Grober Verkehrs­verstoß der Fußg­ängerin führt zur alleinigen Haftung

(Oberlandesgericht Koblenz, Urteil vom 21.12.2020, Az. 12 U 401/20)

Oft haften Pkw-Fahrer bei Unfällen mit Fußg­ängern aufgrund der Betriebs­gefahr des Autos. Es gibt aber auch Fälle, in denen der Fußgänger die Verantwortung allein tragen muss.

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Kommt es zum Unfall zwischen einem Auto und schwächeren Verkehrs­teilnehmern wie Fußg­ängern, haften Autofahrer unabhängig von der Schuldfrage meist mit. Das resultiert aus der Betriebs­gefahr des Autos. Diese kann bei einem groben Verkehrs­verstoß eines Fußg­ängers allerdings komplett zurück­treten. Das zeigt ein Urteil (Az: 12 U 401/20) des Ober­landes­gerichts Koblenz.

Fußgänger beim Überqueren einer Straße angefahren

Eine dunkel gekleidete Frau ging im Dunklen auf dem Bürger­steig, der entlang einer Bundes­straße führte. Sie schob einen Einkaufs­wagen und wollte mit diesem die Straße überqueren. Dazu trat sie, ohne vorher zu gucken, auf die Fahrbahn. In der Folge kam zu einem Unfall mit einem heran­nahenden Auto. Der Fall ging vors Landgericht: Das wies dem Fahrer aufgrund der Betriebs­gefahr des Autos eine Mithaftung von einem Viertel zu. Dagegen wehrte er sich und legte Berufung ein.

OLG: Fußgängerin hätte Unfall verhindern können

Mit Erfolg. Das Oberlandes­gericht nahm jegliche Haftung von dem Mann. Es erkannte im Verhalten der Frau einen groben Verkehrs­verstoß. Wer eine Bundes­straße überqueren will, muss besonders vorsichtig sein, so die Richter. Die Frau hätte nicht auf die Fahrbahn treten dürfen, ohne sich zu vergewissern, dass diese frei ist. Hätte sie geguckt, hätte sie das heran­nahende Fahrzeug zudem „problemlos“ erkennen können.

Autofahrer konnten Unfall nicht verhindern

Die Frau konnte den sogenannten Anscheins­beweis, dass sie allein für den Unfall verantwortlich ist, nicht widerlegen. Der Autofahrer hatte nach Ansicht des Gerichts keine Zeit mehr, den Unfall zu verhindern.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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