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Familienrecht | 29.11.2021

Adoption

Vor Adoption: Wun­schmutter hat nicht Rechte der leiblichen Mutter

Ohne sozial-familiärer Beziehung kein umgangs­recht

(Oberlandesgericht Nürnberg, Beschluss vom 04.08.2021, Az. 11 UF 655/20)

Lässt sich ein Paar auf eine Leih­mutterschaft ein und trennt sich, bevor es zur Adoption kommt, kann die Wun­schmutter das Nachsehen haben. Fehlt eine soziale Bindung, hat sie kein umgangs­recht.

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Wenn sich ein Paar den Kinder­wunsch mithilfe einer Eizellen­spende erfüllt, hat die Wun­schmutter vor einer Adoption nicht die Rechte einer leiblichen Mutter. Über eine entsprechende Ent­scheidung des Ober­landes­gerichts Nürnberg (Az: 11 UF 655/20).

Streit um umgangsrecht für Wunschmutter

Im konkreten Fall hatte sich ein Ehepaar für eine anonyme Eizellen­spende und eine Leihmutter entschieden, um seinen Kinder­wunsch zu erfüllen. Der Mann war der biologische Vater des in Tschechien geborenen Kindes und nahm auch Elternzeit. Schon bald nach der Rückkehr aus Tschechien, wo die Leihmutter des Kinds lebte, begannen zwischen dem Ehepaar allerdings Streitig­keiten, die schließlich dazu führten, dass der Mann gemeinsam mit dem Kind auszog. Aufgrund der Trennung wurde kein Adoptions­verfahren eingeleitet.

Kein umgangsrecht der Wunschmutter wie leibliche Mutter

Vor Gericht stritt das Ex-Paar um ein umgangs­recht für die Wun­schmutter, das der Vater strikt ablehnte. Das Gericht gab dem Vater Recht. Die Frau habe keinen Anspruch darauf, aufgrund der vereinbarten Leih­mutterschaft so behandelt zu werden, als wäre sie die leibliche Mutter. Das sei unabhängig davon, ob das Kind genetisch von einer Eizell­spenderin abstamme.

Kein umgangsrecht ohne sozial-familiärer Beziehung

Das Gericht sah auch keine sozial-familiäre Beziehung zu der Frau. Sie sei keine enge Bezugs­person für das Kind. Darüber hinaus würde ein Umgang nicht dem Kindeswohl dienen, weil der Vater diesen strikt verweigere, und das Verhältnis zwischen dem Ehepaar zerrüttet sei.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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