wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollstndig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Haftungsrecht und Versicherungsrecht | 10.03.2023

Privat­haftpflicht­versicherung

Welche Versicherung zahlt Wagenheber-Schäden?

Gebrauch eines Wagenhebers ist kein Fahrzeug­gebrauch

(Amtsgericht Wipperfürth, Urteil vom 06.10.2022, Az. 9 C 145/22)

Beschädigt man fremdes Eigentum, kann die private Haft­pflicht­versicherung einspringen. Was aber, wenn ein Wagenheber einen Schaden verursacht hat? Ein Fall für die Kfz-Haftpflicht?

Werbung

Von Autos im Gebrauch verursachte Schäden reguliert die Kfz-Haft­pflicht­versicherung. Eine sogenannte Benzin­klausel in Privat-Haftpflicht-Policen erklärt diese als für Auto­schäden un­zuständig. Ein Reifen­wechsel fällt nicht in die Sphäre des Auto­gebrauchs. Das zeigt ein Urteil (Az.: 9 C 145/22) des Amts­gerichts Wipperfürth.

Auto mit Wagenheber beschädigt

In dem Fall wollte ein Mann die Räder seines Autos wechseln. Er benutzte dabei einen Wagenheber, allerdings unsachgemäß. Das Gerät rutschte ihm ab und beschädigte das Auto seines Vaters, das neben seinem Wagen parkte.

Private Haftpflichtversicherung verweigerte die Zahlung

Es entstand ein Schaden von rund 1400 Euro. Dafür sollte die private Haft­pflicht­versicherung des Sohnes einspringen. Diese jedoch weigerte sich mit dem Argument, dass der Schaden im Zusammenhang mit dem Gebrauch des Autos entstanden sei: Durch den Räder­wechsel habe der Wagen instand gesetzt werden sollen. Deshalb sei die Kfz-Haft­pflicht­versicherung für die Regulierung zuständig.

Privathaftpflichtversicherung muss für den Schaden zahlen

Die Sache ging vor Gericht, wo die private Haftpflicht zur Zahlung verurteilt wurde. Anders als die beklagte Versicherung konnte die Kammer in dem Reifen­wechsel keinen Zusammenhang mit dem Gebrauch des Autos erkennen. Vielmehr sei der Schaden allein durch die Verwendung des Wagenhebers verursacht worden. So habe es keine Rolle gespielt, dass die Aktion dazu hatte dienen sollen, das Auto wieder für den Gebrauch instand zu setzen.

Werbung

Quelle: dpa/DAWR/ab

BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: 4.2 (max. 5)  -  5 Abstimmungsergebnisse Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#10194