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Strafrecht | 19.02.2016

Handy-Nachricht

WhatsApp-Nachricht an Minderjährige kann sexuellen Missbrauch darstellen

55-Jähriger wegen Nachrichten an Neunjährige verurteilt
(Oberlandegericht Hamm, Urteil von 14.01.2015, Az. 4 RVs 144/15)

Nachricht auf das Handy einer Neunjährigen kann nach einem Urteil sexueller Missbrauch von Kindern sein. Das hat das Oberlandesgericht Hamm mitgeteilt.

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Ein WhatsApp-Chat kann sexueller Missbrauch sein

Bewerten mussten die Richter eine Nachricht über WhatsApp. Darin hatte ein 55-jähriger Mann das Mädchen gefragt, ob sie mal „zu 4 was machen“ könnten. Gemeint waren er, das Mädchen mit ihrem Freund und eine minderjährige Freundin. In dem Dialog hatte der Mann Andeutungen auf eine schöne Nacht gemacht und gefragt, ob es für ihn eine Freundin gebe, die nicht erwachsen sein müsste. Das Amtsgericht Beckum hatte den Mann zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung von neun Monaten verurteilt.

Ankündigung sexueller Handlungen erfüllt Straftatbestand

Das Oberlandesgericht weist darauf hin, dass der Straftatbestand bereits erfüllt sei, wenn der Täter zum Beispiel schriftlich auf ein Kind einwirkt, um es zu sexuelle Handlungen zu bewegen (Az.: 4 RVs144/15 vom 14. Januar 2015). Mit dem Beschluss bestätigte das OLG ein Urteil aus der ersten Instanz.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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