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Arbeitsrecht | 17.08.2021

Ausbilder

Wissen weitergeben: Wie werde ich Ausbilder im Betrieb?

Persönlich und fachlich Eignung als Voraussetzung

Auszubildende können für Unternehmen künftige Fachkräfte sein. Eine gute Betreuung des Nachwuchses im Betrieb ist also wichtig. Aber wie wird man eigentlich Ausbilder oder Ausbilderin?

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Als Ausbilderin oder Ausbilder im Betrieb kann man Verantwortung für eine neue Generation an Fach­kräften übernehmen. Aber wie kommt man eigentlich in diese Rolle?

Dazu benennt ein Unternehmen aus dem Kreis der Fachkräfte eine verantwortliche Ausbilderin oder einen Ausbilder bei der zuständigen Kammer, erklärt Jessica Furnell, Ausbildungs­beraterin bei der Handels­kammer Hamburg.

Prüfung für den Ausbilderschein

Grund­sätzlich müssen die benannten Fachkräfte persönlich und fachlich geeignet sein und das auch nachweisen können, so die Expertin in einem Beitrag des Magazins „Faktor A“ der Bundes­agentur für Arbeit.

Zur persönlichen Eignung zählt etwa, dass man gut mit jungen Menschen umgehen kann, pädagogisches Geschick hat und Interesse hat, Ausbildungs­inhalte didaktisch aufzubereiten.

Fachliche Eignung bringt man beispiels­weise mit, wenn man selbst über einen Abschluss in dem Beruf verfügt, den man ausbilden möchte.

Aus­bilderinnen und Ausbilder müssen diese Voraus­setzungen in der sogenannten Ausbilder­eignungs­prüfung an der Handels- oder Handwerks­kammer nachweisen. Im Handwerk ist dieser „Ausbilder­schein“ in der Regel ohnehin Teil der Meister­ausbildung.

Vorbereitungskurs ist freiwillig

Das Wissen für die Prüfung werde in Vorbereitungs­kursen vermittelt, die etwa die Kammern selbst oder private Anbieter ver­anstalten, erklärt Jessica Furnell. Die Teilnahme ist allerdings freiwillig. Wer will, kann sich selbst­ständig auf die Prüfung vorbereiten.

Möchte ein Unternehmen überhaupt erst Ausbildungs­betrieb werden, muss es bestimmte Voraus­setzungen erfüllen. Die können sich laut „Faktor A“ von Bundesland zu Bundesland unter­scheiden. Wichtig sei, sich bei der zuständigen Kammer über die individuellen Bedingungen zu informieren.

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Freie Berufe mit Sonderregeln

Für die sogenannten freien Berufe gibt es im Übrigen Sonder­regeln. Dazu zählen zum Beispiel Ärzte, Tierärzte, Steuer­berater, Rechts­anwälte, Sachverständige, Notare oder Apotheker. Wie das Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) informiert, ist hier keine Ausbildungs­eignung gemäß der Ausbilder-Eignungs­verordnung(AEVO) benötigt. Mit entsprechendem Studien­abschluss ist man laut BMBF zum Ausbilden berechtigt.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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