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Steuerrecht | 10.02.2021

Privat­verkäufe auf Internet­plattform

Zahlt man Steuern für Privat­verkäufe auf Internet­plattform?

Anschaffung von Gegenstände zum Weiter­verkauf kann Steuer­pflicht auslösen

(Bundesfinanzamt, Urteil vom 17.06.2020, Az. X R 18/19)

Ebay-Verkäufe unterliegen der Steuer, wenn schon bei Anschaffung der Gegenstände der Weiter­verkauf beabsichtigt war. Bei lang­jährigem und umfang­reichen Verkauf ist also Vorsicht geboten.

Steuer­zahler, die Händler auf einer Internet­plattform sind und dort auch private Gegenstände verkaufen, sollten sorgfältig zwischen ihrem Geschäft und den privaten Verkäufen trennen. „Dabei darf das Finanzamt allerdings nicht pauschal unterstellen, dass auch die Privat­verkäufe zur Händler­tätigkeit gehören“, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler mit Blick auf ein aktuelles Urteil des Bundes­finanzhofes (Az.: X R 18/19).

Streit um Verkauf einer Modelleisenbahnen und Zubehörteilen

Uneinig waren sich ein Steuer­zahler und sein Finanzamt über den Verkauf von Modell­eisenbahnen und Zubehör­teilen aus seiner privaten Sammlung. Da der Sammler auch einen Internet-Shop für Modell­eisenbahnen betreibt, unterstellte das Finanzamt, dass die etwa 1500 privaten Verkäufe seinem Gewerbe­betrieb zuzurechnen seien. Das Finanz­gericht folgte zunächst der Auffassung der Finanz­beamten.

BFH verneint Zuordnung zum Gewerbebetrieb

Der Bundes­finanz­hof hob diese Ent­scheidung aber auf: Können Steuer­zahler glaubhaft darlegen, dass die privaten Verkaufs­gegenstände nicht zum Weiter­verkauf angeschafft wurden und zu keiner Zeit zum Betriebs­vermögen gehörten, sind die Geschäfte nicht seinem Gewerbe­betrieb zuzuordnen.

Nutzung der Internetplattform durch gewerbliche Händler unerheblich

Ob beim Privat­verkauf eine Internet­plattform eingebunden ist, die auch von gewerb­lichen Händlern genutzt wird, ist für die Zuordnung unerheblich. Es ist allerdings zu prüfen, ob die privaten Verkäufe eine eigenständige gewerbliche Tätigkeit und damit Steuern auslösen.

Regelmäßiger Verkauf kann Steuerpflicht auslösen

Dies kann der Fall sein, wenn man innerhalb kurzer Zeit viele Sachen mit gutem Umsatz verkauft. „Wer regelmäßig - insbesondere neuwertige Gegenstände - verkauft, wird aus Sicht des Finanzamtes schnell zum Profihändler“, fasst Klocke zusammen. Der gelegentliche Verkauf, zum Beispiel von gebrauchter Kleidung oder Spielzeug, führt hingegen nicht zur regelmäßig.

Quelle: dpa/DAWR/ab

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