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Familienrecht | 09.02.2016

Scheidung

Zu Mama oder zu Papa? Scheidungs­kind kann nicht allein entscheiden bei welchem Elternteil es wohnt

Nicht nur der Wunsch des Kindes ist zu berücksichtigen

(OLG Brandenburg, Beschluss vom 12.05.2015, Az. 10 UF 3/15)

Ein Kind getrennt lebender Eltern kann nicht allein entscheiden, ob es bei seinem Vater oder seiner Mutter wohnt. Auch andere Kriterien seien für das Kindeswohl wichtig, entschied das Oberlandes­gericht Brandenburg. In einem dort verhandelten Fall seien dem Kind die Konsequenzen eines Umzugs von der Mutter zum Vater nicht bewusst gewesen, argumentierte das Gericht.

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Vater beantragt alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht für sein Kind

Der Zwölf­jährige lebte mit seinem Bruder bei der Mutter und dem Stiefvater. Die Eltern hatten das gemeinsame Sorgerecht - doch der Vater beantragte das alleinige Aufenthalts­bestimmungs­recht. Auch der Junge sagte vor Gericht, dass er gerne bei seinem Vater leben würde.

Gericht schlägt Kompromiss vor

Das Gericht entschied allerdings dagegen. Zwar biete der Wunsch des Jungen eine Orientierung bei der Entscheidung - aber auch andere Kriterien seien zu berücksichtigen. So sei dem Jungen nicht bewusst, welche Konsequenzen eine solche Entscheidung habe. Schließlich würde er nicht nur aus der gewohnten Umgebung umziehen. Auch der Kontakt zur Mutter sei somit eingeschränkt. Der Junge habe zu beiden Eltern­teilen eine emotionale Bindung.

Das Gericht schlug allerdings einen Kompromiss vor: So könnte der Sohn künftig nicht nur am Wochenende, sondern auch mal an Wochentagen beim Vater leben.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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#1972

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Rechtsanwalt Peter Hahn

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Fehlerhafte Wider­rufs­information: Hamburger Sparkasse zur Rück­abwicklung eines Darlehens­vertrags aus dem Jahr 2010 verurteilt

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Rechtsanwältin Almuth Arendt-Boellert

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Krankenhaus­haftung

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RechtsanwältinNadine Liske

[09.01.2018]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternEine demente Patientin hatte bei einem Sturz aus dem Fenster einer Klinik erhebliche Verletzungen davon­getragen. Die Kranken­versicherung der Patientin verlangte daraufhin von der Klinik Erstattung von Behandlungs­kosten, die für die Versorgung der Sturz­verletzungen entstanden waren.