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Verbraucherrecht | 16.11.2021

Corona-Pandemie

2G-Regelung: Was passiert mit Theater­tickets und Studio­gebühren?

Ungeimpfte haben kein Recht auf Umtausch der Tickets

Steigende Corona­zahlen und die 2G-Regel: Ungeimpfte werden nun in Innen­räumen vielerorts ausgesperrt. Was gilt, wenn sie Veranstaltungs­tickets haben?

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Nach und nach setzen die Länder auf die 2G-Regelung. Menschen, die weder vollständig geimpft noch genesen sind, geraten zunehmend unter Druck. 2G schränkt den Besuch von Restaurant-, Theater- oder Fitness­studio stark ein. Was passiert jetzt mit gültigen Tickets oder Abos?

Wer als Ungeimpfter oder nicht vollständig Genesener von 2G-Konzerten ausgeschlossen werde, könne das Geld fürs Ticket in der Regel nicht zurück­verlangen, sagt Michael Hummel von der Verbraucher­zentrale Sachsen - dort gilt die 2G-Regel für Veranstaltungen bereits.

Ungeimpfte müssen auf Kulanz hoffen

Obwohl ungeimpfte Verbraucherinnen und Verbraucher kein Recht auf eine Rückgabe haben, zeigten sich aber Veranstalter von Konzerten oftmals kulant und würden die Tickets zurück­nehmen, sagt Hummel. Anders sieht es für geimpfte Begleiter aus - deren Tickets können nicht einfach zurück­gegeben werden. Sie müssen an der Veranstaltung im Zweifel alleine teilnehmen.

Auch beim Fitness­studio müssen ungeimpfte Abo-Besitzer auf die Nachsicht der Betreiber hoffen. Das Fitness­studio selbst hat geöffnet und bietet die vertraglich vereinbarten Leistungen an. Kundinnen und Kunden hätten die Möglichkeit, sich mit einer Impfung Zutritt zu verschaffen, sagt der Bielefelder Rechts­anwalts Hans A. Geisler. Dass der Besuch im Fitness­studio nicht stattfinden kann, haben Ungeimpfte selbst zu verschulden. Deshalb müssen die Beiträge rein rechtlich weiterhin bezahlt werden.

Bei Kundinnen und Kunden, die zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, stellt sich laut Rechtsanwalt Geisler die Frage, ob sie das Recht auf eine Vertrags­anpassung haben. Die könnte etwa so aussehen, dass für die gezahlten Beiträge kostenfrei nach­trainiert werden kann, sobald die 2G-Regel nicht mehr gilt.

Nachweis ist für Ungeimpfte schwer zu erbringen

Bei Konzerten, Theater­auf­führungen oder anderen Veranstaltungen könnte sich die Vertrags­anpassung schwieriger gestalten. Denn dabei handele es sich um sogenannte Fix­geschäfte, sagt Geisler. Events also, die nicht nachholbar sind. In allen Fällen rät Geisler den Vertrags­partnern, eine gütliche Einigung zu finden.

Doch wie beweise ich eigentlich, dass ich weder geimpft noch genesen bin? Das sei schwer, sagt Rechtsanwalt Geisler. Betroffene müssten alles das vorlegen, was ihnen möglich sei, sagt Geisler. Dazu gehört mindestens der Impfausweis. Gegebenenfalls könnte auch der Hausarzt als Zeuge benannt und von der Verschwiegenheits­verpflichtung entbunden werden. Ein abschließender Beweis über den Impf- oder Genesenen­status sei das jedoch auch nicht.

Ob Veranstalter in der Praxis aber wirklich den Aufwand betreiben und all die Beweise abfragen, dürfte wohl vom Einzelfall abhängen. Geisler schätzt, dass Veranstalter vielmehr Kulanz walten lassen - viele Unternehmen unter­breiteten bereits entsprechende Angebote.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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