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Umweltrecht und Verbraucherrecht | 24.06.2021

Energetische Sanierung

Ab 1. Juli: Neue Förderung für energetische Sanierungen

Förderung für energetische Sanierungen wird neu aufgestellt - ein Überblick

Gute Nachrichten für Eigentümer: Die Förderung für energetische Sanierungen wird neu aufgestellt. Bei umfassenden Maßnahmen kann sich das richtig lohnen.

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Am 1. Juli tritt die neue Bundes­förderung für energie­effiziente Gebäude vollständig in Kraft.

Das bedeutet

Die bisherigen Programme des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle (BAFA) und der Förderbank KfW werden aufgelöst. An ihre Stelle tritt nach Angaben des vom Umwelt­ministerium Baden-Württemberg geförderte Informations­programm Zukunft Altbau die Bundes­förderung für effiziente Gebäude (BEG). Eigentümer erhalten künftig bis zu 50 Prozent Förderung für energetische Gesamt­maßnahmen.

Förderung energetischer Einzelmaßnahmen in und an Bestandsgebäuden

Förder­fähig sind Gesamt­sanierungen aber auch Einzel­maßnahmen in Bestands­gebäuden, die schrittweise umgesetzt werden. Zuständig für Einzel­maßnahmen-Zuschüsse ist das BAFA. Die KfW nimmt die Anträge für die Einzel­maßnahmen-Kredite an. Für die Gesamt­sanierungen, die Effizienz­haus-Förderung, bleibt die KfW zuständig.

Energetische Gesamtmaßnahmen

Bei Wohn­gebäuden fällt das Effizienz­haus 115 aus der Förderung. Die Effizienz­haus-Standards 100, 85, 70 und 55 bestehen weiter. Die Förderung liegt bei ihnen wie bislang zwischen 27,5 Prozent und 40 Prozent Tilgungs­zuschuss. Neu ist das Effizienz­haus 40 für Sanierungen. Hier gibt es einen Zuschuss von 45 Prozent.

Außerdem gibt es einen Bonus für die überwiegende Nutzung von erneuer­baren Energien. Die Energie­effizienz-Klasse (EE-Klasse) bringt fünf Prozent­punkte mehr Fördergeld. Zusätzlich steigen durch den EE-Bonus die förder­fähigen Kosten von 120.000 auf 150.000 Euro pro Wohneinheit an.

Wer für den bislang anspruchsvollsten Standard, das Effizienz­haus 55, einen Zuschuss von 40 Prozent und damit bis zu 48.000 Euro Tilgungs­zuschuss bekommen hat, erhält mit der neu eingeführten EE-Klasse nun maximal 67 500 Euro. Beim neuen Standard Effizienz­haus 40 mit der EE-Klasse kommt man auf maximal 75.000 Euro Fördergeld.

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Förderung für Einzelmaßnahmen

Wer künftig eine vom Bund geförderte Gebäude­energie­beratung mit Ausstellung eines individuellen Sanierungs­fahrplanes (iSFP) durchführen lässt, erhält einen iSFP-Bonus bei der Umsetzung eines Sanierungs­schritts. Das gilt auch, wenn man den iSFP bereits besitzt oder eine Vor-Ort-Energie­beratung zwischen Ende 2017 und Ende 2020 durchführen ließ.

Mit dem Bonus erhöht sich die Basis­förderung um fünf Prozent­punkte, wenn eine oder mehrere Maßnahmen aus dem Sanierungs­fahrplan realisiert werden.

Geld für Baubegleitung

Mehr Geld gibt es für die Bau­begleitung bei Effizienz­häusern. Bei Ein- und Zwei­familien­häusern gewährt der Staat für die Beratung durch Energie­effizienz­experten Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent der Kosten, bis zu 5000 Euro pro Vorhaben. Dieser Betrag lag zuvor bei maximal 4000 Euro.

Bei Mehr­familien­häusern liegt der Zuschuss nun bei bis zu 2000 Euro pro Wohneinheit, insgesamt bis zu 20 000 Euro. Der Zuschuss für die Bau­begleitung bei Einzel­maßnahmen ist halb so hoch: Bis zu 2500 Euro bei Ein- und Zwei­familien­häusern, maximal 10.000 Euro bei Mehr­familien­häusern. Der Zuschuss wird zusätzlich zu den Geldern der anderen Sanierungs­maßnahmen gewährt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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