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Arbeitsrecht | 22.12.2016

Weihnachts­einkauf am Arbeits­platz

Abmahnung möglich: Online-Geschenke­kauf während der Arbeit ist riskant

Arbeit­nehmer sollten ihre Arbeitszeit nicht zum Geschenke shoppen nutzen

Im Stress kurz vor Weihnachten kaufen manche Menschen während der Arbeit schnell im Internet Geschenke ein. Doch Vorsicht: Wenn der Vorgesetzte das mitbekommt, könnte eine Abmahnung folgen, warnt Hans-Georg Meier, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin.

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Arbeitgeber kann Verbot durchsetzen

Zwar sei es heute grund­sätzlich erlaubt, dass man das Internet am Arbeits­platz zumindest kurz auch privat nutzen kann. Der Arbeitgeber kann das aber verbieten. Dann kann der Weihnachts­einkauf am Arbeits­platz abgemahnt werden. Wer mehrere Stunden lang auf der Suche nach Präsenten im Internet surft, riskiert sogar die Kündigung.

„Wenige Minuten Shopping sind kein nennenswerter Verstoß gegen den Arbeits­vertrag“

Anders liegt der Fall, wenn die Privat­nutzung des Internets nicht verboten ist. Übertreiben sollte man das Online-Shopping aber auch dann nicht: „Wenige Minuten Shopping sind kein nennenswerter Verstoß gegen den Arbeits­vertrag“, sagt Hans-Georg Meier, Fachanwalt für Arbeits­recht in Berlin. Wer länger einkauft, kann aber trotz erlaubter Privat­nutzung eine Abmahnung bekommen. Auch der Lohn könne, je nach Dauer des Online-Einkaufs­trips, gekürzt werden.

Weihnachts­einkäufe vom Arbeits­platz aus sind keine Seltenheit:

Jeder fünfte Arbeit­nehmer in Deutschland (19,7 Prozent) gab in einer Umfrage zu, Geschenke auch während der Arbeitszeit zu kaufen. 6,4 Prozent erledigen sogar ihre gesamten Weihnachts­einkäufe bei der Arbeit, ergab die repräsentative Befragung des Online-Markt­forschungs­instituts Promio.net. Im Auftrag des Portals Shoop.de wurden 1031 Personen befragt.

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Quelle: dpa/DAWR/ab

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