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Steuerrecht | 14.03.2019

Berufs­bekleidung

Absetzbar oder nicht: Stellt ein schwarzer Anzug eine Berufs­kleidung dar?

Grund­voraussetzung für Absetz­barkeit ist, dass die Kleidung fast ausschließlich für berufs­bezogene Zwecke genutzt wird

Selbstständige und Arbeit­nehmer, die aufgrund ihrer Tätigkeit typische Berufs­bekleidung tragen müssen, können die Kosten für die Anschaffung, Änderung, Reparatur und Reinigung von Steuer absetzen. Ob dies auch für den schwarzen Anzug gilt, der im Prinzip auch in der Freizeit getragen werden könnte, ist juristisch umstritten.

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Vor dem Bundes­finanz­hof läuft zu dieser Frage ein Gerichts­verfahren (Az.: VIII R 33/18). „Von diesem Verfahren können auch andere Steuer­zahler profitieren, die wegen ihrer Tätigkeit besondere Berufs­bekleidung tragen müssen, die aber grund­sätzlich auch alltags­tauglich wäre“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuer­zahler.

Finanzamt lehnt die Steuerminderung ab

In dem Fall waren die Kläger als selbstständige Trauer­begleiter tätig und gaben die Kosten für den schwarzen Anzug beziehungs­weise die schwarze Damen­bekleidung in der Steuer­erklärung als Betriebs­ausgaben an. Das Finanzamt erkannte die Kosten jedoch mit der Begründung nicht an, dass die Kleidung auch für private Anlässe geeignet sei.

FG: Schwarze Anzüge weisen keine „berufsspezifischen Eigenschaften“ auf

Das Finanz­gericht Berlin-Brandenburg folgte der Auffassung des Finanzamts und wich damit von früheren Urteilen des Bundes­finanz­hofs ab. Schwarze Anzüge von Bestattern oder Kellnern weisen keine „berufs­spezifischen Eigen­schaften“ auf, die ihn von bürgerlichen Anzügen für allgemeine festliche Anlässe unter­scheiden, so das Gericht in der Urteils­begründung.

Anzügen können auch bei privaten Anlässen getragen werden

Denn schwarze Anzüge, Blusen, Pullover und Schuhe sind auch als festliche Kleidung für besondere private Anlässe geeignet. Ob die Kleidungs­stücke vom Steuer­zahler tatsächlich zu privaten Anlässen getragen werden, sei unerheblich. Die Trauer­redner haben gegen das Urteil Revision beim Bundes­finanz­hof eingelegt.

Betroffene können sich auf laufendes Verfahren berufen

„Betroffene Selbstständige und Arbeit­nehmer, die in vergleichbaren Fällen ebenfalls schwarze Anzüge oder Kostüme im Beruf tragen müssen, können sich auf das laufende Verfahren berufen“, erklärt Isabel Klocke. Wichtig ist, dass es einen besonderen Zusammenhang zwischen Kleidung und Beruf gibt. Die Kosten können in der Steuer­erklärung angegeben werden. Akzeptiert das Finanzamt die Ausgaben nicht, ist ein Einspruch möglich. „Zur Begründung sollte das Akten­zeichen beim Bundes­finanz­hof genannt werden“, rät Isabel Klocke.

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Quelle: dpa/DAWR/ab
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