wichtiger technischer Hinweis:
Sie sehen diese Hinweismeldung, weil Sie entweder die Darstellung von Cascading Style Sheets (CSS) in Ihrem Browser unterbunden haben, Ihr Browser nicht vollständig mit dem Standard HTML 5 kompatibel ist oder ihr Browsercache die Stylesheet-Angaben 'verschluckt' hat. Lesen Sie mehr zu diesem Thema und weitere Informationen zum Design dieser Homepage unter folgender Adresse:   ->  weitere Hinweise und Informationen
Suche
Anwalt gesucht?
Anwalt gefunden!
Sie haben ein rechtliches Problem? Eine individuelle Rechtsfrage? Streit mit dem Nachbarn, Chef oder Ämtern?Gehen Sie auf Nummer sicher und holen Sie sich den fachkundigen Rat eines Rechtsanwalts.Hier im Deutschen Anwaltsregister finden Sie immer den passenden Rechtsanwalt in Ihrer Nähe.Nutzen Síe Ihr Recht!

Insolvenzrecht und Verbraucherrecht | 11.10.2018

Schulden

Abwarten hilft nicht: Wege aus der Verschuldung

Tipps zur Lösung finanzieller Probleme

Eine Familie gegründet, ein Darlehen aufgenommen - und ein Studien­kredit muss auch noch zurück­gezahlt werden. Wer merkt, dass die Schulden überhand nehmen, sollte frühzeitig Hilfe in Anspruch nehmen. Einen Trost aber gibt es: Die Tilgung hat meistens Zeit.

Werbung

Endlich fertig mit dem Studium, aber der Blick auf die eigene Finanzlage ist ernüchternd: Schulden, nichts als Schulden. Das ist mitunter bei Jung­akademikern der Fall, die ihre Zeit an der (Fach-)Hochschule mit Bafög, das zur Hälfte zurück­gezahlt werden muss, oder mit einem Studien­kredit finanziert haben. Wird dann noch in einer solchen Phase eine Familie gegründet oder ein Darlehen aufgenommen, dann kann es für den Verschuldeten finanziell eng werden. Doch welche Wege gibt es, damit Betroffene nicht in eine Schulden­falle tappen? Das Beruhigende: Jung­akademiker haben Zeit.

Fristen für die Rückzahlung

Haben sie BAföG bezogen, dann müssen sie mit der Rück­zahlung erst fünf Jahre nach Ende der Regel­studien­zeit beginnen. Das Darlehen kann innerhalb von bis zu 20 Jahren in Mindest­raten, die bei 105 Euro pro Monat liegen, zurück­gezahlt werden. Wer weniger als 1.070 Euro im Monat verdient, kann die Rück­zahlung aussetzen. Wer das Studium nach März 2001 begonnen hat, muss höchstens 10.000 Euro zurück­zahlen.

Auch bei einem Studien­kredit werden die Jung­akademiker nicht gleich zur Kasse gebeten. „Die meisten Anbieter gewähren den Darlehens­nehmern eine Verschnauf­pause von ein bis zwei Jahren nach dem Examen“, sagt Ulrich Müller vom Centrum für Hochschul­entwicklung in Gütersloh.

Hilfe für Verschuldete

Aber in manchen Fällen hilft auch das nicht. Immer mehr Schulden häufen sich an. Der Dispokredit ist dauerhaft aus­geschöpft, Mahnungen flattern ins Haus. Damit die Finanz­probleme Betroffenen nicht über den Kopf wachsen, sollten sie früh professionelle Hilfe nutzen. Das kann eine gemeinnützige Schuldner­beratung sein oder ein auf Schuldner­beratung spezialisierter Rechtsanwalt. Von einem neuen Kredit zur Bedienung des alten Kredits, bei denen der Anbieter auf eine Auskunft bei der Schufa verzichtet, sollten Verschuldete die Finger lassen. „Denn sie sind häufig keine Hilfe, sondern der Einstieg in die Über­schuldung“, so Marcus Köster, Jurist im Fachbereich Kredit und Ent­schuldung bei der Verbraucher­zentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf.

Werbung

Pfändungsschutzkonto sichert Grundfreibetrag

Ist der Kredit geplatzt und die Forderung tituliert, kann es passieren, dass ein Pfändungs­bescheid zugestellt wird. Den Betroffenen stehen hierbei gesetzliche Frei­beträge zu, damit sie weiterhin ihren Lebens­unterhalt bestreiten können. Dafür muss das Girokonto des Schuldners in ein Pfändungsschutzkonto (kurz: P-Konto) umgewandelt werden. „Das kann der Verbraucher bei seiner Bank beantragen“, erklärt Marcus Köster. Bei einem P-Konto bleibt ein monatlicher Grundfrei­betrag von 1.133,80 Euro vor einem Zugriff unangetastet. Wer eine Familie zu versorgen hat, erhält weitere Frei­beträge.

Außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern

Ein Experte von der Schuldner­beratung oder ein Anwalt können nun Wege aus der Schulden­spirale freimachen. Die Vorgehensweise ist so: „Zunächst listet ein Berater gemeinsam mit dem Verbraucher auf, welche Schulden vorhanden sind und wie viel an Einkommen zur Verfügung steht“, erläutert Andre Kraus. Der Kölner Fachanwalt für Insolvenz­recht von der Kraus Ghendler Anwalts­kanzlei ist unteranderem auf Schuldner­beratung spezialisiert. Im nächsten Schritt werden die Forderungen der Gläubiger rechtlich geprüft und die Gläubiger angeschrieben. Ziel ist eine außergerichtliche Einigung. Die Lösung kann etwa eine Raten­zahlung oder ein Teilerlass der Schulden sein.

Werbung

Verbraucherinsolvenz verkürzt die Entschuldung

Scheitert ein solcher Einigungs­versuch, dann muss der Verschuldete Verbraucher­insolvenz beantragen. Ein solcher Antrag wird beim zuständigen Amtsgericht gestellt. „Beigefügt werden muss eine Bescheinigung einer Schuldner­beratung oder eines Anwalts, dass eine außergerichtliche Einigung erfolglos war“, so Rechtsanwalt Kraus. Das Amtsgericht fällt einen Beschluss über die Verbraucher­insolvenz. In der Folgezeit wird in der Regel sechs Jahre lang der pfändbare Teil des Einkommens an einen vom Gericht bestellten Treuhänder abgeführt. Nach Ablauf der sechs Jahre entscheidet das Gericht abermals.

Die Restschuldbefreiung

Dann geht es darum, ob der Verbraucher von seinen restlichen Schulden befreit wird. „Bei Schuldnern, die in den zurück­liegenden sechs Jahren ihren Verpflichtungen nachgekommen sind, gibt das Gericht dem Antrag auf Restschuld­befreiung in aller Regel statt“, erklärt Marcus Köster. Unter bestimmten Voraus­setzungen ist auch eine vorzeitige Restschuld­befreiung möglich. So kann das Verfahren auf Antrag um zwölf Monate auf fünf Jahre verkürzt werden - unter der Voraussetzung, dass bis dahin alle Verfahrens­kosten bezahlt sind. Das heißt, dass der Betroffene dann schon nach fünf Jahren schulden­frei ist.

Auch eine Verkürzung auf drei Jahre ist möglich. Dazu müssen aber die Verfahrens­kosten und 35 Prozent aller Verbindlichkeiten in diesem Zeitraum beglichen sein. „Dies ist in der Praxis sehr selten“, so Marcus Köster.

Insolvenzplaner ermöglicht vorzeitige Entschuldung

Wer im laufenden Verfahren vorzeitig seine Schulden loswerden will, kann auch einen Insolvenz­plan vereinbaren. Möglich ist etwa, dass der Schuldner den Gläubigern einen Prozentsatz der Schulden als Sofort­zahlung anbietet. Geht die Mehrheit der Gläubiger darauf ein und wird dies von einem Gericht abgesegnet, dann ist der Verbraucher seine Schulden los.

Rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen

Wer sein Studium beendet hat und absieht, dass er zum Fälligkeits­termin in ein oder zwei Jahren die Raten für seinen Studien­kredit nicht zahlen kann, sollte bereits dann eine Schuldner­beratung oder einen Anwalt aufsuchen. „Je früher das geschieht, desto besser für den Betroffenen“, so Rechtsanwalt Kraus.

Quelle: dpa/DAWR/ab
BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertung: keine Bitte bewerten Sie diesen Artikel.0/0/5/0





       Sie sind Anwalt?! Werden Sie ein Teil vom Deutschen Anwaltsregister (DAWR) und stellen Sie sich und Ihre Kanzlei ausführlich vor!Profitieren Sie von der großen Reichweite des DAWR und seiner Partnerportale.Klicken Sie hier und nutzen Sie jetzt Ihre Gelegenheit
auf mehr Mandate aus dem Internet!

#5867

Rechtsanwalt Marcel Seifert

Fahrverbote

Widerruf der Auto­finanzierung als Ausweg aus der Dieselkrise

RechtsanwaltMarcel Seifert

[17.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDiesel­fahrer müssen sich im neuen Jahr mehr und mehr mit Fahr­verboten auseinandersetzen. In Stuttgart gilt seit dem 1. Januar 2019 ein flächen­deckendes Fahrverbot in der Umweltzone für Diesel mit der Schadstoff­klasse Euro 4 und schlechter. Zunächst sind vor allem Pendler von dem Fahrverbot betroffen, für Anwohner wird es nach einer Übergangsf­rist ab April ernst.

Rechtsanwalt Guido Lenné

Fahrer­flucht

Tatbestand der Fahrer­flucht: Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort und seine Folgen

RechtsanwaltGuido Lenné

[16.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBei Fahrer­flucht denken die meisten Verkehrs­teilnehmer an einen Unfall, bei dem Personen zu Schaden gekommen sind und der verursachende Fahrer einfach weiter­gefahren ist. Doch das trifft in den seltensten Fällen zu.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

www.fa-24.com: Vertrags­stornierung in Sachen Firmen­auskunft24

RechtsanwaltRobert Binder

[15.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWer als Gewerbetreibender oder Freiberufler für einen Firmen-Werbe-Eintrag in dem Branchenverzeichnis Firmenauskunft24 zahlen soll, hat gute Chancen nichts an die Firmenauskunft P.U.R. GmbH zahlen zu müssen.

Steinschlag

Kein Anspruch auf Schaden­ersatz nach Steinschlag durch voraus­fahrenden Lkw

RechtsanwaltMark Eplinius

[14.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternAuch wenn ein Lkw einen Stein auf­gewirbelt und den Wagen dahinter beschädigt, muss der Fahrer nicht immer haften.

Rechtsanwalt Gerd Klier

Zuweisung von Telearbeit

Kein Kündigungs­grund: Kündigung wegen Verweigerung angeordneter Telearbeit unwirksam

RechtsanwaltGerd Klier

[11.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDer Arbeitgeber darf dem Arbeit­nehmer nicht aufgrund seines arbeits­vertraglichen Weisungs­rechts Telearbeit einseitig zuweisen. So ist der Arbeit­nehmer arbeits­vertraglich nicht verpflichtet, die ihm angebotene Telearbeit zu verrichten. So hat das Landes­arbeits­gericht Berlin-Brandenburg hat mit Urteil vom 10.10.2018 entschieden.

Rechtsanwalt Hermann Kaufmann

Grund­erwerbs­steuer

Hausverkauf: Welche Steuern fallen beim Verkauf einer Immobilie mit Inventar an?

RechtsanwaltHermann Kaufmann

[10.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternWerden zusammen mit einem Grundstück weitere Gegenstände veräußert, so ist zu klären, in welcher Höhe der Käufer die diesbezüglich anfallende Grund­erwerbs­steuer zahlen muss. Ihre Chance: Möglicher­weise fordert das Finanzamt zu hohe Beträge.

Rechtsanwalt Dr. Peter Meides

SOKA-Beitrags­pflicht

Beitrags­pflicht SOKA-Bau: Die Details entscheiden

RechtsanwaltDr. Peter Meides

[09.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternFordert die Sozialkasse der Bau­wirtschaft (SOKA-Bau) von Ihrem Unternehmen Beiträge, oder eine Selbst­auskunft? Dann wollen Sie nun wissen, wie Ihre Chancen stehen, Beitrags­ansprüche zurück­zuweisen.

Rechtsanwalt Robert Binder

Branchen­buch­abzocke

Anzeigen­vertrag: Verlag für Printmedien­gestaltung beauftragt Credit­reform Koblenz

RechtsanwaltRobert Binder

[08.01.2019]BewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternBewertungssternDie Credit­reform Koblenz Dr. Rödl & Brodmerkel KG verschickt im Auftrag der Verlag für Printmedien­gestaltung UG & Co. KG Mahnungen wegen einer offenen Forderung aus einem Dienst­leistungs­vertrag.

URL dieses Artikels: https://www.dawr/d5867
 für RechtsanwälteEin Kanzleiprofil beim DAWR kann auch Ihnen helfen!