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Immobilienrecht und Mietrecht | 13.11.2017

Weihnachts­dekoration

Adventszeit ist Dekorations­zeit - Doch die Weihnachts­deko hat auch Grenzen

Worauf Mieter bei der Weihnachts­deko achten sollten

Wenn Wohnungs­fenster wie Leucht­reklamen blinken und Vorgärten zur zweiten Heimat des Weihnachts­manns werden, ist Adventszeit. Doch bei aller Vorfreude auf das Fest: Nicht jede Dekoration ist Mietern erlaubt. Ab wann drohen Probleme?

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Keine Frage: Adventszeit ist Dekorations­zeit. Allerdings gehen bei kaum einem anderen Thema die Ge­schmäcker weiter auseinander als beim Weihnachts­schmuck. Einer verwandelt seine Wohnung in ein Weihnachts­wunderland. Der andere möchte Weihnachten weder sehen noch hören oder riechen. Außerhalb der eigenen vier Wände gelten beim Dekorieren darum Grenzen.

Deko im Zweifel mit den Nachbarn abstimmen

Die grobe Richtschnur lautet: Es darf den Nachbarn nicht stören. Maßstab ist unter anderem der orts­übliche Rahmen. Was das bedeutet? Bewohner sollten sich an der Dekoration orientieren, die in ihrer Wohngegend hängt und steht - und nicht „krass abweichen“, wie Anna Florenske vom Verband Wohn­eigentum es formuliert. Klingt schwammig? Ist es in der Tat, räumt die Expertin ein. Darum lautet ihr Credo: „Im Zweifel größere oder leuchtende Außendeko immer mit den Nachbarn abstimmen.“ Orientierung bietet außerdem der folgende Überblick:

Christbaum im Treppenhaus

Ein bunt behangener, kleiner Nadelbaum im Topf mag den tristen Aufgang aufhübschen. Er kann aber zum Problem werden. Das Treppenhaus muss frei zugänglich sein, durch Deko dürfen keine Flucht- und Transport­wege zugestellt werden. Im Zweifel haftet der Verursacher, wenn zum Beispiel jemand über das Bäumchen stolpert. Treppen­häuser sind außerdem Gemein­schafts­räume. Beim Schmücken haben also die Nachbarn ein Wörtchen mitzureden und können im Zweifel auch das Entfernen jeglicher Dekoration fordern. Das zeigt etwa eine Entscheidung des Amts­gerichts Münster (Amtsgericht Münster, Urteil vom 31.07.2008, Az. 38 C 1858/08).

Adventskranz an der Wohnungstür

Schön findet sie längst nicht jeder. Doch gegen Advents­kränze an der Tür können Nachbarn nichts sagen. Das hat das Landgericht Düsseldorf entschieden (Landgericht Düsseldorf, Beschluss vom 10.10.1989, Az. 25 T 500/89). Kleine Ein­schränkung: Gegenstände, die Brandgefahr bergen, haben im Treppenhaus nichts verloren, sagt Anna Florenske und verweist auf ein Urteil des Ober­landes­gerichts Münster (Az.: 10 B 304/09). Hierzu zählten etwa größere Tannen­zweige.

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Neonbeleuchtung am Küchenfenster

Das sanfte Licht eines traditionellen Schwib­bogens genügt nicht jedem Weihnachts­freund. So manchen versetzen erst blinkende LED-Lichtketten in grellsten Farben in die richtige Fest­stimmung. Das ist prinzipiell kein Problem, weder am Fenster noch auf dem Balkon. Allerdings gibt es Grenzen. Fenster von Nachbarn sollten nicht mit Lichtern angestrahlt oder ausgeleuchtet werden. Insbesondere gilt das für fremde Schlaf­zimmer. Nachbarn können in dem Fall verlangen, dass die Deko spätestens ab 22.00 Uhr ausgeschaltet wird - da sie den Schlaf stört. „Nächtliche Zwangs­beleuchtung muss niemand hinnehmen“, betont Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund. Leuchtet Deko nicht direkt in andere Wohnungen hinein, beurteilen sie Gericht hingegen oft als zumutbar, sagt Anna Florenske.

Weihnachtsduft für die Nachbarn

Nelke, Orange, Zimt. Gerüche wecken weihnachtliche Gefühle - oder lösen Streit aus, wenn man wohlmeinend das Treppenhaus im Mietshaus mit einer Duftwolke vernebelt. So untersagte etwas das Oberlandes­gericht Düsseldorf einem Mieter, im Hausflur „Stoffe zur Geruchs­verbesserung“ zu versprühen (Az.: 3 WX 98/03). Es ging um Parfüm und Geruchs­spray.

Vom Balkon hängender Weihnachtsmann

An sich kein Problem. Aber: „Wenn die Fassade beschädigt werden könnte, kann der Vermieter sein Veto einlegen“, sagt Ulrich Ropertz. Die Deko dürfe auch niemanden stören. „Ich kann nicht meinen Weihnachts­mann vor das Wohnzimmer­fenster meines Nachbarn hängen, klar.“ Zweiter wichtiger Punkt: Egal, ob es heftig schneit oder starker Wind weht - abstürzen darf der am Seil hängende Weihnachts­mann nicht. Wer deshalb lieber das Seil mit Dübel und Schraube in der Außenwand fixiert, muss beim Vermieter um Erlaubnis fragen. Da wird in die bauliche Substanz ein­gegriffen.

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Rentiere im Vorgarten

Bewohner von Einfamilien­häusern können sich theoretisch einen Weihnachts­mann samt Schlitten und einer Entourage an Rentieren als Figuren auf das Grundstück stellen. „Sind sie nicht zu groß, ist das in Ordnung“, sagt Anna Florenske. Anders Mieter und Mitglieder einer Eigentümer­gemeinschaft: Sie müssten sich mit dem Vermieter oder den anderen Eigentümern darüber abstimmen, ob der Vorgarten oder Balkon zum Festplatz werden kann.

Besinnliche Lieder für Passanten

Manche hören gerne das ruhige „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Andere bevorzugen das eher groovige „Jingle Bells“. Große Enthusiasten spielen ihre Weihnachts­lieder im Vorgarten, damit jeder vorbeikommende Passant sie hört. Hier gibt es natürlich zahlreiche Einschränkungen: Wer sich mit den Vorgaben genau auseinandersetzen will, liest in den Landes­emissions­gesetzen nach, ob und wie laut Musik an der frischen Luft sein darf. Oder erkundigt sich dazu mal bei seiner Kommune. Mittagruhe, Nachtruhe und Haus­ordnungen setzen der Beschallung ebenfalls Grenzen. „Einfach so dudeln lassen, kann man es nicht“, sagt Anna Florenske.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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