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Reiserecht und Verbraucherrecht | 18.08.2017

Insolvenz von Air Berlin

Air-Berlin-Pleite und die Folgen für Pauschal­reisen

Nach der Insolvenz von Air Berlin wächst die Sorge auch bei Pauschal­reisenden

Die Insolvenz von Air Berlin dürfte sich auch auf Pauschal­reisen auswirken. Fallen Flüge weg, müssen Reise­veranstalter Kunden auf andere Verbindungen umbuchen. Das kann einem den Urlaub gehörig vermiesen. Verbraucher haben aber einige Rechte.

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Jetzt noch bei Air Berlin buchen? Das fragen sich viele Individual­reisende. Doch auch Pauschal­urlauber sind von der Insolvenz betroffen. Denn die Reise­veranstalter haben ihre Pakete häufig mit Flügen der Krisen-Airline geschnürt. Was in drei Monaten und später aus einzelnen Strecken wird, ist aber völlig offen.

Geld zurückverlangen

Klar ist: Fällt ein Air-Berlin-Flug weg, muss der Veranstalter den Urlauber auf einen anderen Flug umbuchen. Dadurch können sich die Flugzeiten empfindlich ändern und Zeit am Urlaubsort verloren gehen. Unter Umständen können Urlauber Geld zurück­verlangen.

Beispiel: Die Anreise einer ein­wöchigen Pauschal­reise im Wert von 700 Euro verschiebt sich durch den Ausfall eines Air-Berlin-Flugs um einen Tag nach hinten. „In diesem Fall kann der Urlauber den Preis mindern“, erklärt der Reiserechtler Prof. Ernst Führich. Angemessen ist hier der Tagespreis, in diesem Beispiel also 100 Euro.

Rechte sind im Einzelfall noch umfassender

Doch die Rechte sind im Einzelfall noch umfassender. Ein Urteil des Amts­gerichts Köln zeigt: Wenn ein Reise­veranstalter den Rückflug in die Nacht vorverlegt, kann der Urlauber vor Reisebeginn den Vertrag ohne Storno­gebühren kündigen (Amtsgericht Köln, Urteil vom 31.05.2016, Az. 133 C 265/15). Das Argument: Die Vor­verlegung des Rückflugs beeinträchtigt die Nachtruhe empfindlich und ist nicht zumutbar. Im verhandelten Fall wurde der Flug von 14.30 Uhr am Nachmittag auf 3.50 Uhr in der Nacht vorverlegt. Grund war auch hier die Insolvenz der Fluggesellschaft.

Die meisten Pauschal­reisenden dürften allerdings ein Interesse daran haben, irgendwie doch in den Urlaub zu kommen. Aber die Kunden sind durch die Air-Berlin-Insolvenz alarmiert. „Es gibt eine leichte Panik“, sagte Timo Kohlenberg, Geschäfts­führer des Ver­anstalters America Unlimited. „Die Kunden, die einen Air-Berlin-Flug haben, rufen reihenweise an.“ Der USA-Spezialist reagiert darauf.

Bei Reisen in den kommenden drei Monaten wartet America Unlimited zunächst ab. Denn für diesen Zeitraum soll der 150-Millionen-Kredit der Bundes­regierung den Flugbetrieb von Air Berlin sichern. „Alles darüber hinaus versuchen wir aktiv umzubuchen“, sagte Timo Kohlenberg. Aus einem Direktflug könne da mal eine Umstiegs­verbindung werden.

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Reiseveranstalter sehen noch keinen Handlungsbedarf

Die großen deutschen Reise­veranstalter sehen dagegen noch keinen Handlungs­bedarf. Tui-Sprecherin Anja Braun erklärte auf Anfrage: „Änderungen im Winter­flugplan gibt es aktuell keine. Entsprechend werden auch keine Tui-Urlauber auf andere Flüge umgebucht.“ Rund 75 Prozent der Tui-Gäste fliegen ohnehin mit Tuifly.

Die Sprecherin von Thomas Cook und Neckermann, Isabella Partasides, sagte: „Die Flugpläne bleiben nach aktuellem Stand un­verändert und behalten ihre Gültigkeit.“ Der Flugbetrieb sei bis auf weiteres gesichert. Als Veranstalter werde man „unabhängig davon“ die Beförderung der Gäste gewähr­leisten. Thomas Cook fliegt die meisten Gäste mit der eigenen Airline Condor.

Auf alle erdenklichen Szenarien vorbereitet

Auch vom Veranstalter FTI heißt es: Die Flugpläne bleiben gültig. Man gehe davon aus, dass alle Flüge der Air Berlin und der Tochter Niki weiterhin stattfinden. DER Touristik erklärte, man sei auf alle erdenklichen Szenarien vorbereitet und werde Lösungen für die Pauschal­gäste finden. Aktuell lägen keine Flugzeit­änderungen vor. Hinzu kommt: Der ausgegliederte Ferien­flieger Niki, der auch die Mallorca-Flüge abwickelt, ist noch nicht insolvent. Es ist aber offen, wer diese Fluggesellschaft kauft.

Alltours rechnet nicht mit Engpässen bei den Flügen. Im Winter stehen generell mehr Kapazitäten zur Verfügung als im Sommer. Möglich ist, dass andere Airlines die Strecken von Air Berlin übernehmen und diese damit erhalten bleiben. Air Berlin verhandelt mit drei Interessenten über eine Übernahme von Teilen des Geschäfts. Dennoch könne es sein, dass ab Dezember Flug­umbuchungen erforderlich sein werden, sagte Alltours-Sprecher Goran Goic.

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Veranstalter wollen frühzeitig über Flugzeitänderungen informieren

Alle Veranstalter wollen ihre Kunden frühzeitig über Flugzeit­änderungen informieren. Pauschal­urlauber mit Air-Berlin-Flug müssen nun erst einmal abwarten. Sie sollten sich aber darauf einstellen, dass ihre Hin- und Rückreise anders verlaufen wird als geplant. Denn wer wird jetzt noch auf die Krisen-Airline setzen? Es sei sehr unwahrscheinlich, dass irgendein Reise­veranstalter Air Berlin für seine Pauschal­reisen in diesem Winter oder dem nächsten Sommer einplanen will, schrieb Luftfahrt-Experte Daniel Roeska vom Analysehaus Bernstein.

Quelle: dpa/DAWR/ab
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